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Kosmetik

Mundpflege-Trend Ölziehen

Öl für schöne Zähne

Ölziehen, Ölkauen, Ölschlürfen – wie auch immer du es nennst: Die sanfte "Detoxing"-Methode sorgt für schöne Zähne, festes Zahnfleisch und ergänzt deine tägliche Mundhygiene-Routine perfekt. Wir verraten dir, was hinter dem Pflege-Trend steckt und welche Öle sich fürs Ölziehen eignen. Außerdem erfährst du, was du beim Ölziehen besser vermeiden solltest und wie du das ayurvedische Beauty-Geheimnis ganz einfach in dein morgendliches Ritual integrierst.

Was ist Ölziehen?

Ob auf Blogs, in den sozialen Medien oder in Zeitschriften: Ölziehen wird schon seit einiger Zeit als Geheimtipp für eine gesunde Mundflora und schöne Zähne gehandelt. Dabei geht diese Methode aus der Alternativ-Medizin auf die jahrtausendealte indische Gesundheitslehre Ayurveda zurück. Was die alten Inder*innen schon lange wussten, entdecken Trendsetter*innen jetzt neu: Ölziehen kann deine Zähne weißer erscheinen lassen, gegen Zahnfleischbluten helfen und Mundgeruch und Karies vorbeugen. Auch deine Lippen können dank der regelmäßigen Ölkur weich und geschmeidig werden.

Ayurveda-Expert*innen erklären die Wirkung vom Ölziehen so: In der Nacht bilden sich im Mund, an den Zähnen und auf der Zunge Ablagerungen. Sie bestehen aus Bakterien, die Säuren und Giftstoffe ausscheiden. Trinkst du nach dem Aufwachen etwas, spülst du diese Schadstoffe in den Körper. Damit das nicht passiert, kannst du stattdessen gleich morgens nach dem Aufstehen Ölziehen. Das Öl bindet die Bakterien und Schadstoffe, die du dann zusammen mit dem Mundziehöl einfach ausspuckst. Schon bist du die Störenfriede los – und hast deinem Körper schon vor dem Frühstück etwas Gutes getan. Aber das Ölziehen hat noch weitere positive Effekte...

So kann Ölziehen auf deinen Körper wirken

  • Schöne Zähne und gesundes Zahnfleisch: Entfernst du Bakterien und Giftstoffe aus deinem Mundraum, kann das die Gesundheit deiner Zähne und deines Zahnfleischs unterstützen. Deine Zähne erscheinen weißer und dein Zahnfleisch kann sich festigen. Zudem kann die Methode Entzündungen vorbeugen.
  • Gepflegte Lippen: Beim Ölziehen kommen auch die Lippen in Kontakt mit den pflegenden Lipiden. Dadurch werden sie weicher und sehen glatt und gepflegt aus.
  • Gesunder Körper: Auch dein Immunsystem profitiert von einer Ölziehkur – zumindest empfinden viele Anwender*innen das so. Denn entzündliche Prozesse sollen durch das Ölziehen gehemmt und Giftstoffe abgebaut werden. Das kann dazu führen, dass du dich fitter fühlst und auch so aussiehst.
  • Strahlende Haut: Auch deine Haut kann vom Abbau der Giftstoffe profitieren: Wenn du Bakterien aus deinem Mundraum entfernst, kann das Pickel und Unreinheiten mildern.

Welches Öl zum Ölziehen?

Grundsätzlich kannst du alle Öle zum Ölziehen verwenden, die du auch zum Kochen benutzt. Setze am besten auf Bio-Qualität. Denn diese Öle sind weniger mit Schadstoffen belastet. Das liegt daran, dass die Bäuer*innen bei der Produktion auf Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger verzichten.

Für alle, die den Geschmack von Speiseöl auf nüchternen Magen gewöhnungsbedürftig finden, gibt es spezielle Mundziehöle. Sie kombinieren oft mehrere Ölsorten, um ein noch größeres Wirkungsspektrum abzudecken. Die zugesetzten ätherischen Öle sorgen darüber hinaus für einen frischen Geschmack und bekämpfen zusätzlich schädliche Bakterien.

Kalt gepresstes Speiseöl ist geöffnet etwa zwei Monate lang haltbar. Raffiniertes Öl hält sich etwa sechs Monate lang. Sieht das Öl trüb aus oder riecht es gar ranzig, verwende es lieber nicht mehr zum Ölziehen. Der Grund: Ölziehen mit abgelaufenem Öl ist zwar nicht gesundheitsschädlich, aber unangenehm. Altert das Öl, werden die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren außerdem zu ungesünderen gesättigten Fetten. Übrigens werden vielen Ölen besondere positive Eigenschaften zugeschrieben. Wir haben für dich eine Liste mit empfehlenswerten Ölen fürs Ölziehen zusammengestellt!

Diese Öle eignen sich zum Ölziehen

  • Olivenöl: Der Klassiker aus der mediterranen Küche eignet sich auch zum Ölziehen. Olivenöl hilft besonders gut gegen Mundgeruch, schmeckt aber recht herb.
  • Kokosöl: Dieses Öl enthält viel Vitamin E, das die Zellen vor freien Radikalen schützt und damit Entzündungen eindämmen soll. Die im Öl enthaltene Laurinsäure wirkt gegen Pilze und Bakterien. Außerdem soll Ölziehen mit Kokosöl die Zähne weißer machen. Kokosöl nimmt bei einer Temperatur von unter 25 °C eine feste Konsistenz an, wird im Mund aber schnell wieder flüssig.
  • Sesamöl: Das nussige Öl wird in Indien traditionell zum Ölziehen verwendet. Sesamöl hilft besonders gut gegen Zahnbeläge. Wenn es dir zu bitter schmeckt, kannst du es mit der gleichen Menge Sonnenblumenöl mischen. Kaltgepresstes Sesamöl schmeckt milder.
  • Leinöl: Ölziehen mit Leinöl galt in der Antike als gutes Mittel gegen Atemwegskrankheiten wie Asthma, Husten, Bronchitis und Heiserkeit.
  • Schwarzkümmelöl: Dieses Öl punktet durch ungesättigte Fettsäuren und ätherische Öle. Es soll sich positiv bei Allergien auswirken.
  • Sonnenblumenöl: Günstig und mild im Geschmack wird in Osteuropa gerne Sonnenblumenöl zum Ölziehen verwendet. Es wird auch in Deutschland angebaut und ist dann dank kurzer Transportwege klimafreundlich.

Ölziehen: Perfekte Ergänzung für deine Zahnpflege-Routine

Wichtig: Ölziehen ist kein Ersatz fürs Zähneputzen, sondern lediglich eine Ergänzung. Auch wenn das Ölziehen immer mehr überzeugte Anhänger*innen findet, ist die Wirksamkeit der Methode wissenschaftlich nicht einwandfrei belegt. Dazu sind die bisher durchgeführten Studien nicht aussagekräftig genug. Umgekehrt sind auch keine negativen Auswirkungen des Ölziehens bekannt – also probiere es am besten einfach selbst aus. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

Anleitung zum Ölziehen: So einfach geht es

  1. Aufnehmen: Nimm einen Teelöffel Speise- oder Mundziehöl in den Mund. Wenn du dich an das Gefühl gewöhnt hast, kannst du die Menge später auf einen Esslöffel Öl steigern. Als ideal gelten zehn Milliliter Mundziehöl, da du diese Menge noch gut im Mund bewegen kannst.
  2. Spülen: Behalte das Ziehöl anfangs drei Minuten lang im Mund und bewege es dabei stetig hin und her. Nicht gurgeln – sauge es lieber von einer Wange in die andere. Ziehe es auch durch die Zahnzwischenräume, sodass du diese gut mit dem Öl reinigst. Steigere die Zeit auf fünf bis zehn Minuten, wenn du dich an das Ölkauen gewöhnt hast. Echte Profis behalten das Öl bis zu fünfzehn Minuten lang im Mund. Denn je länger das Öl im Mund bleibt, desto mehr Bakterien kann es binden. Das ist eine lange Zeit – gönne deinem Kiefer daher ab und zu eine Pause, bei der du das Öl im Mund hältst, ohne es zu bewegen.
  3. Ausspucken: Spucke das Öl anschließend in ein Küchen- oder Taschentuch und wirf es in den Restmüll. Wir raten dir: Schlucke das Öl nicht herunter – du willst die Bakterien schließlich loswerden. Und entsorge das Öl lieber nicht im Ausguss, damit dieser nicht verstopft. Das ist besonders bei Kokosöl wichtig, da dieses bei Zimmertemperatur fest wird. Je fester die Substanz, die in den Abfluss gelangt, desto höher die Gefahr, dass er verstopft.
  4. Ausspülen: Nach dem Ölziehen bleibt ein leichter Ölfilm im Mund zurück. Stört dich das ölige Gefühl, kannst du deinen Mund ruhig ein paar Mal mit klarem Wasser ausspülen.
  5. Abwarten: Warte nach dem Ölziehen etwa eine Stunde, bis du dir die Zähne putzt. So kann das Öl noch ein wenig wirken. In dieser Zeit kannst du zum Beispiel in aller Ruhe dein Frühstück genießen.

Wie oft solltest du Ölziehen?

Ölziehen ist ganz einfach und ergänzt deine tägliche Zahnpflege-Routine optimal. Wenn du mit dem Ölziehen gut zurechtkommst, kannst du es einfach täglich praktizieren. Wenn dir das zuviel Aufwand ist, kannst du auch nur zweimal im Jahr eine Ölziehkur machen. Viele empfinden den Jahreszeitenwechsel – also den Frühling oder Herbst – als idealen Zeitpunkt für Detoxing-Methoden wie das Ölkauen, da viele Menschen beim Wetterwechsel anfällig für Infektkrankheiten sind. Für eine Ölziehkur solltest du mindestens drei Wochen lang täglich den Mund mit Öl ausspülen. Der Grund: Nur wenn du die Methode regelmäßig anwendest, kann sie ihre volle Wirkung entfalten.

Welches Öl zum Ölziehen bei Parodontose?

Wenn dein Zahnfleisch blutet und zurückgeht oder du andauernden Mundgeruch hast, geh zu einer*einem Zahnärzt*in, um die Ursachen zu checken und eine Behandlungsmethode zu finden, die für dich geeignet ist. Denn: Ölziehen ersetzt keine Parodontose-Behandlung. Viele ganzheitlich orientierte Zahnärzt*innen empfehlen das Ölziehen aber als ergänzende Maßnahme. Hierfür kommt meist kalt gepresstes Hanf-, Sesam- oder Sonnenblumenöl sowie Kokosöl in Frage. Der Grund: Alle vier Öle haben antibakterielle Eigenschaften. Hanf-, Sesam- und Kokosöl wirken außerdem auch entzündungshemmend. Unser Tipp: Misch ein wenig ätherisches Grapefruitöl dazu. Es soll das Bakterienwachstum wirksam hemmen. Ayurveda-Expert*innen und Body-Mind-Mediziner*innen empfehlen das Ölziehen speziell bei Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten. Aber auch immer mehr Zahnärzt*innen geben ihren Patient*innen den Tipp, ihr gereiztes Zahnfleisch durch Ölkauen zu pflegen und die Bakterienlast so zu reduzieren. So kann die Parodontose eingedämmt werden, bevor womöglich ein Zahn wackelt. Auch wirkt sich Ölziehen wie eine sanfte Massage auf das Zahnfleisch aus. Dadurch wird die Durchblutung des Zahnfleischs angeregt, was es fester werden lässt und die Selbstheilungskräfte stärkt. 

Ölziehen macht die Zähne weißer: Stimmt das?

Regelmäßiges Ölziehen trägt nach und nach den Belag von deinen Zähnen ab. So reduzierst du Verfärbungen, die Tee, Kaffee oder Rotwein verursachen können, ganz sanft. Bis du eine Veränderung siehst, dauert es allerdings einige Wochen. Und mit strahlend weißen Zähnen – wie etwa nach einem Bleaching – kannst du leider trotzdem nicht rechnen. Der Grund: Deine Zähne glänzen durch den leichten Fettfilm stärker und wirken deshalb etwas heller – wirklich weißer sind sie aber nicht. 

Mehr Geschmack: Tipps für dein selbstgemachtes Ziehöl

Zum Ölziehen muss es kein schlichtes Speiseöl sein: Wenn du magst, kannst du ein selbstgemachtes Mundziehöl herstellen, dass du mit ätherischen Ölen anreicherst. Achte darauf, dass die ätherischen Öle naturrein sind und Lebensmittelqualität haben. Für einen frischen Atem sorgt Minzöl oder Zitronengrasöl. Beide Öle haben sich auch bei Kopfschmerzen oft bewährt. Lavendel beruhigt bekanntermaßen die Nerven. Fenchel und Thymian sind dagegen bei Atemwegsbeschwerden eine gute Wahl. Kamille wird traditionell gegen Entzündungen empfohlen. Experimentiere ruhig ein wenig, bis du das perfekte Ziehöl für dich gefunden hast. 

Lieber nicht: In diesen Fällen solltest du nicht Ölziehen

Ölziehen gilt als sanfte Detoxing-Methode, die keine unerwünschten Nebenwirkungen hat. Ebenfalls empfohlen wird das Ölziehen bei Kronen und Brücken. Der Grund: Eine Mundspülung mit Öl pflegt die Schleimhaut an der Implantat-Stelle und wirkt darüber hinaus auch leicht antimikrobiell.Vorsichtig solltest aber sein, falls du Amalgam-Füllungen in den Zähnen hast.

Denn heiße und säurehaltige Flüssigkeiten sowie Kaugummikauen können möglicherweise das Quecksilber aus der Amalgam-Füllung lösen. Hat sich dieses aus deinen Füllungen gelöst, kann es vorkommen, dass das Öl beim Ölziehen das gelöste Quecksilber nicht vollständig binden kann und du das giftige chemische Element verschluckst. Die Konsequenz: Das Quecksilber wandert in deinen Körper und kann dir schaden. Falls du Amalgam-Füllungen hast, frag also am besten deinen Zahnarzt, ob Ölziehen für dich in Frage kommt.

Auch wenn du dich in homöopathischer Behandlung befindest, solltest du lieber auf Mundziehöle verzichten – besonder wenn sie Pfefferminze enthalten. Laut der homöopathischen Lehre kann Minze nämlich die Wirkung von Globuli beeinträchtigen.

Ölziehen: Wirkung auf die Gesundheit

Neben den oben beschriebenen Effekten soll Ölziehen noch mehr positive Wirkungen haben. Das Lymph- sowie das Verdauungs- und das Immunsystem kann durch regelmäßiges Ölschlürfen angekurbelt werden. Ölziehen steht deshalb im Ruf, Krankheiten wie Erkältungen, Magenbeschwerden und Virusinfektionen vorzubeugen. Es soll gegen Allergien und Migräne wirken und sogar weiteren ernsthaften Erkrankungen vorbeugen.

Diese Wirkungen einer Ölziehkur sind allerdings wissenschaftlich nicht belegt. Als plausibel gilt, dass das Umherbewegen des Öls im Mund die Drüsen angeregt, mehr Speichel zu produzieren. Mehr Speichel wiederum regt die Verdauung an. Ob Ölziehen gegen Viren hilft, ist umstritten. Auf jeden Fall ist die sanfte Detoxing-Methode es wert, dass du sie einmal ausprobierst – als ganzheitliche Ergänzung zu deiner täglichen Zahnpflege-Routine.

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