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Sheabutter

Sheabutter ist eine reichhaltig pflegende Substanz, die beruhigend, schützend und gut verträglich ist. Daher findet sich Sheabutter in vielen Hautpflegeprodukten wie Cremes und Emulsionen für trockene, empfindliche und sogar atopische Haut (Neurodermitis). Die Wirkungen und Vorteile von Sheabutter im Überblick!

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

Faktenübersicht Sheabutter:

  • Inhaltsstofflisten-Name (INCI): Butyrospermum parkii butter
  • Wirkung: feuchtigkeitsbindend, rückfettend, schützend, pflegend, hautberuhigend, anti-entzündlich
  • Anwendungsempfehlung: Cremes und Emulsionen 
  • Hauttypen: für alle Hauttypen geeignet, besonders aber bei trockener und empfindlicher Haut

Sheabutter – die Grundlagen

Die Nüsse des afrikanischen Karitébaumes zeichnen sich durch einen hohen Fettgehalt aus (17–59 g/ 100 g Trockenmasse). Das aus den Nüssen gewonnene Fett ist eine Mischung aus verschiedenen Komponenten:

  • Triterpene: Eine Klasse an fettähnlichen Stoffen, zu denen z. B. auch das hautpflegende Squalan gehört
  • Langkettige Alkohole: Sind bekannt für ihre hautpflegenden und rückfettenden Eigenschaften
  • Freie Fettsäuren: Wirken hautpflegend und können die Hautbarriere stabilisieren
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Beispielsweise Phytosterole, Vitamine und Carotinoide, die ihrerseits antioxidative Wirkung entfalten. Dadurch schützen sie die Haut vor den Folgen von oxidativem Stress, der z. B. durch UV-Strahlung, Stress oder Umweltfaktoren entsteht und zur frühzeitigen Hautalterung beitragen kann.

Für die Hautpflege wird sowohl unraffinierte als auch raffinierte Sheabutter eingesetzt. Unraffinierte Sheabutter hat eine gelbliche Farbe und wird durch traditionelle Methoden gewonnen, was die in der Butter enthaltenen Inhaltsstoffe schont. Gleichzeitig ist unraffinierte Sheabutter jedoch nicht so stabil und hat einen starken Eigengeruch. Im Gegensatz dazu wird raffinierte Sheabutter mittels maschineller Extraktionsverfahren gewonnen und im Prozess der Herstellung gereinigt. Das Endprodukt hat eine weiße Farbe, keinen wahrnehmbaren Eigengeruch und ist stabiler
als unraffinierte Sheabutter – allerdings ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen meist insgesamt etwas niedriger.

So wirkt Sheabutter auf die Haut

Sowohl unraffinierte als auch raffinierte Sheabutter haben hautpflegende Eigenschafften: glättend, schützend, beruhigend und feuchtigkeitsbewahrend. Aus diesem Grund wird Sheabutter vielfach auch pur für die Hautpflege eingesetzt. Unraffinierter Sheabutter wird dabei aufgrund des höheren Vitamingehalts ein besserer hautpflegender Effekt nachgesagt. Jedoch kann der Eigengeruch von unraffinierter Sheabutter als unangenehm empfunden werden, weshalb sich die Nutzung im Kontext von kommerziell erhältlichen Hautpflegeprodukten durchgesetzt hat.

Sheabutter in Hautpflegeprodukten

 Ob in Pflegeprodukten unraffinierte oder raffinierte Sheabutter enthalten ist, lässt sich über die Inhaltsstoffliste (INCI) in der Regel nicht nachvollziehen – außer der Hersteller gibt dies explizit an. Im Kontext einer kosmetischen Formulierung wird jedoch meist raffinierte Sheabutter genutzt, da diese technologisch bessere Eigenschaften aufweist, das Produkt haltbarer ist und die pflegenden Eigenschaften mit denen einer unraffinierten Sheabutter vergleichbar sind. Was raffinierter Sheabutter eventuell an Vitaminen fehlen könnte, kann in kosmetischen Zubereitungen leicht durch Hinzugabe von Vitamin E, Carotinoiden und ähnlich wirksamen Inhaltsstoffen kompensiert werden. Meist ist der Vitamingehalt einer solchen Zubereitung sogar höher, als wenn eine unraffinierte Sheabutter eingesetzt würde. 

Neben den pflegenden Eigenschaften spielt Sheabutter auch eine tragende Rolle als effektiver Konsistenzgeber. In Cremes und Emulsionen sorgt Sheabutter für eine angenehme Textur der Formulierung

 

Hautpflege-Produkte mit Sheabutter

Reine Sheabutter

FAQ Sheabutter

Ist Sheabutter komedogen?

Im Gegensatz zu Kokosöl oder Kakaobutter, die ebenfalls häufig für die Hautpflege genutzt werden, ist Sheabutter nicht komedogen. Auch wenn jede Haut individuell unterschiedlich auf Hautpflege reagieren kann, steht Sheabutter im Allgemeinen nicht im Zusammenhang mit dem Auftreten von Pickeln, Mitessern oder Unreinheiten. Daher kann Sheabutter beispielsweise auch bei trockener Fetthaut oder Akne genutzt werden.  

Wieviel Vitamin E ist in Sheabutter enthalten?

Sheabutter enthält das fettlösliche, hautpflegende und regenerierende Vitamin E. Jedoch variiert der Vitamin-E-Gehalt in Sheabutter stark in Abhängigkeit des verwendeten Herstellungsverfahrens. So ist in unraffinierter Sheabutter der Vitamingehalt meist höher als in raffinierter Sheabutter. Auch das Anbaugebiet scheint sich auf den Vitamingehalt auszuwirken. Messungen von 102 verschiedenen Sheabuttern aus 11 Ländern ergaben Schwankungen des Vitamin-E-Gehalts zwischen 29–805 µg pro Gramm Sheabutter. So hat Sheabutter aus heißen und trockenen Anbaugebieten (z. B. dem nordafrikanischen Tschad) die höchsten Konzentrationen an Vitamin E, während Sheabutter aus kühlen Hochlandregionen (z. B. Uganda) die niedrigsten Vitamin-E-Konzentrationen aufwies.

Hilft Sheabutter bei Neurodermitis (atopischer Dermatitis)?

Sheabutter wirkt hautberuhigend und rückfettend, Eigenschaften von denen Personen mit Neurodermitis profitieren können. Dies ist bislang vor allem eine empirische Beobachtung, die auf allgemeinen Erfahrungen und subjektivem Empfinden beruht. Die Studienlage zu diesem Thema ist insgesamt eher dünn, dennoch gibt es Hinweise auf eine Wirksamkeit von Sheabutter bei atopischer Dermatitis. So konnte in einer kleineren Studie aus Hong Kong gezeigt werden, dass die Verwendung eines Moisturizers mit Sheabutter bei 75 % der Anwender den Juckreiz reduzierte und die Lebensqualität verbesserte. Für die symptomatische Behandlung einer Neurodermitis kann Sheabutter daher eine hilfreiche und verträgliche Ergänzung sein.

Über die Autorin Dr. Sarah Schunter:

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Dr. Sarah Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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Literaturangaben 

Honfo FG et al., Nutritional composition of shea products and chemical properties of sheabutter: a review. Crit Rev Food Sci Nutr. 2014;54(5):673-86. 

Maranz S and Wiesman Z, Influence of climate on the tocopherol content of shea butter. J Agric Food Chem. 2004 May 19;52(10):2934-7. 

Hon KL et al., Patient acceptability, efficacy, and skin biophysiology of a cream and
cleanser containing lipid complex with shea butter extract versus a ceramide
product for eczema. Hong Kong Med J. 2015 Oct;21(5):417-25.