Im Grunde ist es kein Hexenwerk, ein einfacher Gedanke hilft: Alles, was Feuchtigkeit im Haar hält oder die Oberfläche schützt, wirkt wie ein kleines Spa-Upgrade für deine Haare. Wenn du folgende Tipps und Hinweise beachtest, bist du schon ziemlich gut aufgestellt und brauchst dir erstmal keine allzu großen Sorgen beim saunieren machen:
Trocken oder leicht feucht in die Sauna: Nasses Haar ist empfindlicher, weil die Schuppenschicht bereits geöffnet ist. In der Sauna kann die Hitze dann noch schneller ins Haar eindringen. Besser ist es, die Haare trocken oder nur leicht angefeuchtet zu tragen. Ein leicht feuchtes Haar kann die Hitze etwas abpuffern, sollte aber nicht tropfnass sein.
Haaröle als Schutzfilm nutzen: Ein paar Tropfen Öl wirken wie ein schützender Mantel. Sie legen sich um die Haarfaser und reduzieren den Feuchtigkeitsverlust. Arganöl ist besonders geeignet für feines bis normales Haar, da es leicht ist und nicht beschwert. Jojobaöl für empfindliche Kopfhaut, da es dem natürlichen Hauttalg ähnelt. Wichtig ist die Dosierung. Wenige Tropfen in den Längen reichen völlig aus. Zu viel Öl kann das Haar unnötig beschweren. Pass bei den Wirkstoffen auf die Temperatur auf: Kokosnussöl wirkt im feuchten Dampfbad Wunder, ist aber in der trockenen Sauna ab 80 Grad eher austrocknend. Nutz stattdessen lieber Sesam-, Mandel-, Färberdistelöl oder die erwähnten Öle.
Auch bei Heilerde ist Vorsicht geboten. Während sie deine Haut schützt und den PH-Wert positiv beeinflusst, trocknet sie das Haar in der Saunahitze nur unnötig aus.
Handtuch oder Saunahut tragen: Das ist die effektivste Methode. Ein Handtuch oder ein spezieller Saunahut wirkt wie eine physische Barriere gegen Hitze. Ein klassisches Beispiel: In vielen Saunen sieht man Filzhüte. Sie isolieren die Hitze und halten die Temperatur rund um das Haar deutlich niedriger. Auch ein locker gewickeltes Handtuch erfüllt diesen Zweck. Nebenbei schützt das auch die Kopfhaut vor Überhitzung und du kannst auch hier mit Stilen und Farben spielen. Nur weil wir schwitzen, müssen wir das noch lange nicht ohen Style machen. Sieh das ganze spielerisch, die Primärfunktion ist der Schutz deiner Haare aber auch hier kann man kreativ werden, wenn man Spaß daran hat.
Haare locker zusammenbinden: Offenes Haar ist der Hitze vollständig ausgesetzt und reibt zusätzlich an Schultern oder Rücken. Ein lockerer Dutt oder ein Zopf reduziert die Angriffsfläche. Wichtig ist, keine straffen Frisuren zu wählen. Zu viel Spannung kann in Kombination mit Hitze die Haarstruktur zusätzlich belasten.
Leave-in Pflege als Feuchtigkeitsbooster: Leave-in Produkte können vor dem Saunagang aufgetragen werden. Sie versorgen das Haar mit Feuchtigkeit und bilden eine leichte Schutzschicht. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Hitzeschutz beim Styling. Die Formulierung hilft, die Haaroberfläche zu glätten und Feuchtigkeitsverlust zu reduzieren.
All dies ist relativ unkompliziert, hat aber eine große Wirkung. So kann man unbeschwert den Saunagang genießen, ohne Sorgen um mögliche Haarschäden. Nach der Sauna ist die richtige Nachpflege nicht zu vernachlässigen. Ziel ist es, verlorene Feuchtigkeit gezielt wieder aufzufüllen und die Haarstruktur zu beruhigen. Zunächst sollten Schweiß und mögliche Produktrückstände mit einem milden Shampoo entfernt werden, da eine zu aggressive Reinigung das Haar zusätzlich austrocknen würde. Anschließend ist ein Conditioner essenziell, denn er glättet die aufgeraute Schuppenschicht und macht das Haar wieder geschmeidig. Das ist genau das, was dein Haar nach der Hitzeeinwirkung braucht.
Ein häufiger Fehler: Aus Platzmangel oder Bequemlichkeit greifst du beim Saunagang vielleicht zu einem einfachen Duschgel oder praktischen Kombiprodukten. Was für die Haut völlig in Ordnung ist, reicht für die Haare nach der extremen Hitzestrapaze bei weitem nicht aus. Pack stattdessen lieber immer Conditioner und Masken ein. Diese intensiv pflegenden Produkte sind nach dem Saunieren auch eine Wohltat für die Kopfhaut.
Wer regelmäßig in die Sauna geht, sollte außerdem eine intensive Pflege einplanen. Eine Haarmaske ein- bis zweimal pro Woche versorgt das Haar tiefenwirksam mit Feuchtigkeit und stärkt die Struktur von innen heraus. Zum Abschluss lohnt sich ein kurzer Kältereiz, denn ein Ausspülen mit kühlem Wasser hilft, die Schuppenschicht zu schließen, wodurch das Haar mehr Glanz erhält und sich spürbar glatter anfühlt.