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Wie Locken länger halten

Egal ob voluminöse Locken oder lässige Beachwaves: Hast du deine Locken einmal mit Lockenstab und Co. gestylt, sollten sie länger halten, als nur ein paar Minuten. Damit sie sich nicht zu schnell aushängen, müssen Produkte und Stylingtechnik stimmen. Wir verraten dir, mit welchen Tricks, Tools und Texturen du deine Lockenpracht ganz easy länger haltbar machen kannst.

Informationen geprüft in Kooperation mit Friseur und Hairstylist Björn Hartung aus Düsseldorf.

Kurz und knapp: So halten deine Locken länger

  • Mit den richtigen Produkten und Styling-Tricks kannst du deine Locken länger haltbar machen.
  • Die Haarwäsche am Vortag ohne Conditioner kann deine Locken haltbarer machen.
  • Ein Hitzeschutz und spezielle Stylingprodukte für Locken können deine Haare optimal auf das Hitze-Styling vorbereiten.
  • Jede Locke muss nach der Hitzeanwendung in sich eingerollt ausreichend abkühlen.
  • Bürsten kann die gestylten Locken zerstören, besser ist es, sie mit den Fingern zu kämmen oder sie aufzuschütteln.
  • Auch ein stufiger Schnitt, hochwertige Styling-Tools oder ein “Heatless Curls” können dein Locken-Vergnügen verlängern.
  • Voluminöse Locken können lange halten, wenn du sie mit Lockenstab oder Heißwicklern in Form bringst.
  • Haltbare Beachwaves kannst du mit Glätteisen oder Waver kreieren.

Wie mache ich Locken richtig, damit sie länger halten?

Die perfekte(n) Welle(n) gibt es auch für die Haare – spätestens, seitdem Beach Waves nicht mehr nur im Sommer angesagt sind. Locken zu tragen macht einfach Spaß. Doch ganz egal, ob die lässigen Undone-Waves zu deinem Signature-Look gehören, oder ob du deinen Haaren am liebsten mit klassischen Locken ein bouncy Volumen verleihst: gestylte Locken halten leider meist nicht lange. Im ungünstigsten Fall hängen sie sich schon wenige Minuten nach der Styling-Session wieder aus und die Enttäuschung ist groß. Die gute Nachricht: Locken halten am besten, wenn du leichte Naturwellen hast – und die haben viele Menschen ohne es zu wissen. Du erkennst eine Naturwelle daran, dass sich deine Haare leicht wellen, wenn du sie an der Luft trocknen lässt, oder dass sie zu Frizz neigen. Doch auch wenn deine Haare wirklich aalglatt sind, kannst du sie mit ein paar Tipps und Tricks in eine haltbare Lockenmähne verwandeln.

Da das perfekte Locken-Styling schon beim Haarewaschen beginnt, haben wir dir den ganzen Styling-Prozess in einem Locken-Tutorial zusammengefasst. Es bezieht sich auf die beliebteste Variante – das klassische Locken-Styling mit einem Lockenstab:

Schritt 1: Wasche deine Haare am Vortag

Frisch gewaschene und geföhnte Haare sind meist weich und glatt, ihre Schuppenschicht ist geschlossen. Das kann dazu führen, dass die Locken nicht lange halten, denn sie sind umso haltbarer, je aufgerauter die Schuppenschicht ist. Perfektes Timing: Die Haare am Abend waschen und das Locken-Styling auf den nächsten Morgen verlegen. Verwende schon beim Waschen ein spezielles Lockenshampoo, es kann die Spannkraft der Haare unterstützen.

Schritt 2: Verzichte auf reichhaltige Conditioner & Co.

Du verwendest am liebsten reichhaltige Conditioner, Kuren oder Masken, die deine Haare weich und seidig machen sollen? Klingt super, ist im Locken-Fall aber eher kontraproduktiv. Denn diese Produkte können Silikone oder Öle enthalten, die deine Locken zu sehr beschweren. Greife wenn lieber zu einer leichten, nicht beschwerenden Conditioner-Variante, die deinen Haaren mehr Volumen und Textur schenkt. Oder du verwendest ein schwereloses Feuchtigkeitsspray, was die Schuppenschicht schließt und die Haare besser kämmbar macht.

Schritt 3: Mach Hitzeschutz zu deinem Essential

Wickle deine Haare nach dem Waschen für ein paar Minuten in einen Handtuchturban, bis sie nur noch feucht sind. Trage dann einen Hitzeschutz auf und kämme deine Haare gut durch, so dass sich das Produkt gleichmäßig verteilt. Dieser schützende Schritt ist super wichtig, da deine Haare beim Styling mit Lockenstab oder Glätteisen Rekordtemperaturen von bis zu 200° Grad standhalten müssen.

Schritt 4: Verwende dein Styling-Produkt

Im immer noch feuchten Haar kommt nun – je nach Haarstruktur – dein Lockenstyling-Produkt zum Einsatz. Denn es kann die Haare für das spätere Styling griffiger machen und ihnen mehr Sprungkraft verleihen. Bei dickem Haar kannst du einen Klecks Schaumfestiger oder Styling-Creme verwenden. Dünnes Haar verträgt Produkte mit einem höheren Wasseranteil besser, da diese die Ansätze nicht so schnell nachfetten lassen. Ideal sind hier ein Lockenmousse oder eine Föhnlotion. Arbeite das Produkt deiner Wahl ein und kämme deine Haare erneut durch. Verwende die Styling-Produkte sparsam, so bleiben die Haare leicht und beweglich. Je feiner deine Haare sind, desto schneller können sie mit zu viel Produkt starr und klebrig werden.

Schritt 5: Lasse deine Haare an der Luft trocknen

Föhnen schließt die Schuppenschicht der Haare und hinterlässt sie glatt und glänzend. Wie oben erwähnt, brauchst du für haltbare Locken aber eine leicht aufgeraute Schuppenschicht. Lasse deine Haare daher nach dem Waschen an der Luft trocknen oder verwende beim Föhnen einen Diffusur und föhne sie über Kopf für mehr Volumen und Textur.

Schritt 6: Bereite deine Haare auf den Lockenstab vor

Wenn du glatte Haare hast, kämmst du die mittlerweile trockenen Haare gut durch, sodass keine Knötchen mehr vorhanden sind. Von Natur aus wellige oder lockige Haare solltest du jedoch nicht nach dem trocknen Bürsten, denn das kann schnell für Frizz sorgen. Teile deine Haare anschließend horizontal in zwei Hälften und stecke die obere Hälfte am Oberkopf fest.

Schritt 7: Kreiere deine Locken

Damit die Hitze des Lockenstabs alle Haare erwischt, dürfen die Strähnen nicht zu dick sein. Faustregel: Jede aufgewickelte Strähne sollte etwa einen Zentimeter tief und einen Zentimeter breit sein, und maximal zehn Sekunden aufgeheizt werden. Je leichter die Locke ist, desto länger kann sie halten. Du wirst schnell selbst herausfinden, welche Strähnendicke und welches Zeitintervall bei deinen Haaren für die schönsten Curls sorgt.

Hast du deine Locke geformt, solltest du sie in sich einrollen und sie auskühlen lassen, damit sie auch in dieser Form bleibt. Stecke dafür die eingedrehte Strähne mit einem Haarclip oder einem Bobby Pin am Kopf fest und warte 30 Minuten, bis du sie löst. So kannst du auch einfacher mit der nächsten Strähne fortfahren, ohne die vorherige Locke zu zerstören. Das Auskühlen ist ein super wichtiger Schritt, um deine Locken haltbarer zu machen. Nach der unteren Partie sind die Haare am Oberkopf dran.

Schritt 8: Löse die Locken

Nach etwa 30 Minuten kannst du die Clips herausziehen und die Locken vorsichtig lösen. Kämme sie vorsichtig mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm durch. Genauso gut kannst du alle Haare über den Kopf nach vorne geben und sie mit den Händen sanft aufschütteln. Du solltest deine Locken auf keinen Fall bürsten, das würde ihnen die schöne Definition nehmen. Zupfe sie mit den Fingern so in Form, wie du sie gerne hättest.

Schritt 9: Fixiere deine Locken

Haarspray kann deine Haare beschweren und die frisch gestylten Locken nach unten ziehen. Verwende stattdessen etwas Textur-Spray, es macht die Locken griffiger und ebenfalls haltbar. Achte auch hier darauf, nicht zu viel Produkt zu verwenden. Falls Haarspray zu deinen unverzichtbaren Must-Haves gehört, verwende es wohl dosiert und sprühe es mit genügend Abstand und nur von unten in deine Locken.

"Für Glamour Waves, die lange halten, kannst du deine Haare glatt föhnen, nachdem du Styling-Produkte verwendet hast. So sorgst du für eine ebenmäßige Oberfläche, die du anschließend in elegante Hollywood-Wellen stylst."

- Björn Hartung, Douglas Haircare Experte

Im Vergleich: So lange halten deine Locken mit Glätteisen & Co

Am schnellsten können tolle Locken unter der Einwirkung von Wärme oder Hitze entstehen – vorausgesetzt das verwendete Tool passt zu deiner Haarstruktur und zu deinem Styling-Ziel. Anhand der folgenden Übersicht kannst du herausfinden, mit welchem Tool du welche Lockenform möglichst lange haltbar machen kannst.

Lockenstab

Hier hängt die Haltbarkeit der Locken von Temperatur und dem Durchmesser des Heizstabes ab. Je länger und dicker die Haare sind, desto größer darf der Durchmesser sein, etwa 32 Millimeter. Mittellanges und kurze Haare können mit einem Durchmesser von etwa 25 Millimeter gut zurechtkommen. Kleine Löckchen können dir mit einem Heizstab-Durchmesser von 13 Millimetern gelingen. Besonders lange Haare legt übrigens ein konischer Lockenstab in tolle Curls, der mit seiner spitz zulaufenden Form noch mehr Spannkraft in die Locken bringen kann.

Haltbarkeit: Bei richtiger Anwendung des Gerätes können die Lockenstab-Locken in naturkrausem Haar bis zur nächsten Haarwäsche halten, bei glattem Haar mindestens einen Tag.

Glätteisen

Das Allroundtalent kann lässige Wellen und sanfte Locken zaubern, für das Formen von voluminösen Curls in sehr langen Haaren ist es eher weniger geeignet. Langes, dickes Haar kommt am besten mit breiteren Heizplatten zurecht, bei kurzen Schnitten oder bei einem Bob reicht ein gängiges Glätteisen mit schmalen Platten. Denn je schmaler die Platte, desto kleiner die Welle.

Haltbarkeit: Vor allem in mittellangen bis kurzen Haaren können die Glätteisen-Waves lange halten, bei langem Haar können sie sich im Laufe des Tages aushängen.

Waver

Coole Beach Waves wie frisch vom Strand sind das Spezialgebiet eines Wavers, oft auch Welleneisen genannt. Er besitzt drei oder mehr Heizstäbe, die beim Stylen mit hohen Temperaturen gegeneinander pressen. Der Waver kann deine Haare super schnell wellen: Hier musst du keine Strähnen aufwickeln, sondern nur dich nur ganz easy von oben nach unten durch das offene Haar arbeiten. Da die entstandenen Wellen nicht so viel Sprungkraft haben wie richtige Locken, können sie sich auch nicht so schnell aushängen.

Haltbarkeit: Wenn du sie mit Salzwasserspray oder Textur-Spray fixiert, können die Welleisen-Waves bis zum nächsten Morgen oder länger halten.

Heißwickler

Der Klassiker, wenn es um das Styling von tollen, langen Locken geht. Selbst sehr glattes Haar kann mit Heißwicklern in einen langen Locken-Genuss kommen, weil die Wärme hier etwas länger wirken kann. Die beheizbaren Wickler erreichen zwar nicht Hitze-Temperaturen, doch sie bleiben etwa 20 Minuten in den Haaren. Das kann deine Locken sehr haltbar machen. Einziger Haken: Deine Haare müssen mindestens mittellang sein, sonst halten die Wickler nicht.

Haltbarkeit: Locken, die mithilfe von Heißwicklern geformt wurden, können den ganzen Tag halten – bei leichter Naturwelle oft sogar bis zur nächsten Haarwäsche.

Weitere Tipps für ein langes Locken-Vergnügen

Custom Cut

Ein maßgeschneiderter Haarschnitt – ein sogenannter “Custom Cut” – orientiert sich nicht an einer Vorlage, sondern nur an deiner individuellen Haarstruktur. Sein Vorteil: Er kann deine Locken schöner fallen lassen. Bei langem bis mittellangem Haar sollte er auf jeden Fall stufig sein und von dem*r Friseur*in im trockenen Zustand nachgeschnitten werden - am besten lässt du dir zu Kontrolle deine Haare auch direkt im Friseursalon locken.

Heatless Curls

Der Trick bei den “Heatless Curls” ist, dass sie schon im feuchten Zustand in Form gebracht werden und so super lange halten sollen. Mit der Unterstützung von Schaumfestiger & Co kann so ein geflochtener Zopf, ein Dutt auf dem Oberkopf oder das Eindrehen der Strähnen in Papilotten für tolle Kringel sorgen. Durch die sozialen Medien hat sich auch das Locken-Styling mit einem speziellen, gepolsterten Seiden-Haarband zu einer beliebten Locken-Methode etabliert: Dabei wickelst du deine Haare in zwei Partien um dieses lange, dickere Haarband und bindest es an den Haarspitzen fest. Nach ein paar Stunden soll es natürliche, wunderschöne Locken geformt haben. Welche hitzefreie Methode du auch wählst – immer gilt: Erst nach ein paar Stunden die trockenen Locken sanft lösen und nur mit den Fingern kämmen oder aufschütteln, anschließend mit etwas Textur-Spray fixieren.

Qualitäts-Check

Sind Lockenstab oder Glätteisen aus deiner täglichen Locken-Routine nicht mehr wegzudenken, solltest du in hochwertige Styler investieren. Ihr Heizelement sollte mit Keramik beschichtet sein, das kann die Haarstruktur schonen. Außerdem sollte dein Tool einen Temperaturregler besitzen, mit dem du die optimale Temperatur für deine Haare einstellen kannst. Denn während du bei dickem Haar auf 200° Grad hochdrehen kannst, sollten es bei feinem Haar nie mehr als maximal 180° Grad werden. Im Idealfall ist dein Hitze-Styler auch noch mit einer Ionen-Technologie ausgestattet. Ihre negativen Ionen verhindern, dass sich deine Locken statisch aufladen und wild durcheinander wirbeln.

Don’t touch

Auch wenn es verlockend scheint oder du es vielleicht gar nicht merkst: Ständig mit den Fingern mit den Locken zu spielen, kann ihrer schönen Definition schaden. Auch ständiges Hin- und Herwerfen der Haare oder das Aus-dem-Gesicht-Streichen von einzelnen Strähnen kann dein mühevolles Styling kaputt machen. Damit ziehst du die Locken unnötig in die Länge und bringst Schmutz und Fett ins Haar, was es ebenfalls beschweren kann.

Ein Mann mit Brille, Schnurrbart und grauem Hemd steht mit verschränkten Armen da.

Unser Haircare Experte

Björn Hartung, Friseur und Stylist

Björn bringt über 25 Jahre Erfahrung in Cut, Color und Care mit. In seinem Düsseldorfer Salon „Stresemann“ stylt, färbt und schneidet er seit mehr als 17 Jahren. Er schenkt seinen Kund*innen nicht nur neue Looks, sondern auch ein neues Lebensgefühl. Haircare ist seine Leidenschaft: Was einst als klassisches Handwerk begann, wurde zu einer Berufung, die weit über Schere und Föhn hinausgeht. Neben seinem Beruf unterstützt er Menschen als Breathwork-Experte dabei, ihre innere Balance zu finden.