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DICLOFENAC AL Schmerzgel 10 mg/g
Arzneimittel

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Art-Nr.M2131309
DICLOFENAC AL Schmerzgel 10 mg/g
Anbieter: ALIUD Pharma GmbH
Darreichungsform: Gel

50 g | PZN: 16400718
100 g | PZN: 16400730
120 g | PZN: 16786333
150 g | PZN: 16786362

Wirkstoff: Diclofenac natrium

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Diclofenac AL: Bei leichten bis mäßig starken, akuten Muskelschmerzen



Zur lokalen symptomatischen Behandlung bei Erwachsenen von:




  • leichten bis mäßig starken, akuten Muskelschmerzen,

  • Schmerzen bei akuten Verstauchungen, Zerrungen oder Prellungen infolge eines stumpfen Traumas.



Zur Kurzzeitbehandlung von Jugendlichen ab 14 Jahren:




  • zur lokalen, symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Verstauchungen, Zerrungen oder Prellungen infolge eines stumpfen Traumas.



Beschwerden des Bewegungsapparats

Der Bewegungs- und Stützapparat ist ein komplexes Organsystem des menschlichen Körpers. Er dient der Sicherung der Körpergestalt und -haltung und ermöglicht uns Bewegungen und die Fortbewegung. Dabei besteht der Bewegungsapparat aus aktiven und passiven Bestandteilen. Der aktive Bewegungsapparat wird in erster Linie von der Skelettmuskulatur und ihren Hilfsorganen, u. a. Faszien und Sehnen gebildet. Der passive Bewegungsapparat (= Stützapparat) besteht aus dem Skelett und seinen verschiedenen Anteilen, wie z. B. Knochen, Knorpel und Gelenken.



Schmerzen innerhalb des Bewegungsapparats können sowohl durch Erkrankungen verursacht werden, als auch durch akute Verletzungen oder Fehlbelastungen entstehen. Dabei lassen sich als Schmerzursachen Verletzungen und Entzündungen häufig nicht genau gegeneinander abgrenzen. Insbesondere Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen treten häufig infolge von (Sport-) Unfällen auf. Der Lumbago (Hexenschuss) hingegen ist charakterisiert durch eine Muskelverhärtung nach ruckartiger Bewegung, zu hoher Belastung oder Stress. Insbesondere Gelenkschmerzen gehen häufig mit einer Schwellung des betroffenen Gelenkes einher, wodurch die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt wird.



Studien belegen die Wirksamkeit des Wirkstoffs Diclofenac bei topischer (äußerlicher) Anwendung zur Behandlung von akuten Muskel- und Gelenkschmerzen nach Prellungen, Verzerrungen und Verstauchungen. Bei 78 von 100 Patienten nahmen die Schmerzen nach sieben Tagen mindestens um die Hälfte ab, wohingegen unter Placebo nur 20 von 100 Patienten über eine Schmerzlinderung berichteten.1



 



Hilfe bei akuten Muskelschmerzen

Diclofenac AL Schmerzgel enthält den Wirkstoff Diclofenac, der zur Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika/Analgetika (NSAI Ds) gehört. Durch die Hemmung der Prostaglandinsynthese durch Cyclooxygenasen 2 (COX-2) reduziert Diclofenac entzündlich bedingte Schmerzen und Schwellungen.2,3



Nach topischer Anwendung wird der Wirkstoff gut in die subkutanen Schichten der Haut aufgenommen. Hierbei gelangen nur sehr geringe Mengen in die Blutbahn, wodurch der Organismus entlastet wird.



 



Anwendungsempfehlung

Diclofenac AL Schmerzgel wird je nach Bedarf 3- bis 4-mal täglich dünn auf die betroffene Körperpartie aufgetragen und leicht eingerieben. Eine kirsch- bis walnussgroße Menge, entsprechend 2 – 4 g Gel (20 – 40 mg Diclofenac-Natrium) ist je nach betroffener Körperstelle erforderlich.2 Die maximale Tagesgesamtdosis beträgt 16 g Gel.



Diclofenac AL Schmerzgel darf nur auf intakter Haut angewendet werden. Hautwunden, offene Verletzungen, Augen und Schleimhäute dürfen nicht mit dem Schmerzgel in Berührung kommen. Waschen Sie sich nach dem Auftragen die Hände, es sei denn, diese sind die zu behandelnde Stelle.2



 



Sollten sich nach 3 – 5 Tagen die Beschwerden nicht gebessert haben oder sich verschlechtern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.2



Hinweis: Diclofenac AL Schmerzgel darf nicht im letzten Drittel der Schwangerschaft und von Kindern oder Jugendlichen unter 14 Jahren angewendet werden. Die behandelten Hautpartien sollten nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden.2

Tipp: Sie können die behandelte Körperpartie mit einem luftdurchlässigen Verband schützen.3





Verletzungen durch stumpfe Traumen



Verstauchungen, Zerrungen oder Prellungen entstehen häufig als Folge von Verletzungen durch Sportunfälle. Während bei einer Verstauchung das betroffene Gelenk über seinen natürlichen Radius hinaus verdreht wird, entstehen Zerrungen durch eine Überdehnung der Muskulatur. Prellungen hingegen entstehen durch ein stumpfes Trauma und sind geschlossene Verletzungen, bei denen Einblutung in das umliegende Gewebe entstehen.



Bei diesen akuten Verletzungen hilft die PECH-Regel, Schmerzen und Schwellungen zu verringern:



P: Pause

E: Eis

C: Compression

H: Hochlagern



 



In Bewegung bleiben - 5 Schritte nach akuten Verletzungen




  1. Zum richtigen Zeitpunkt starten




  • Geduld ist hier gefragt: Geben Sie Ihrem Körper Zeit zu heilen. Den Start für ein leichtes Aufbautraining besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.




  1. Leicht aufbauen




  • Schalten Sie einen großen Gang zurück. Und steigern Sie Ihren Bewegungsplan am besten in kleinen Schritten.




  1. Ihre Ziele überdenken




  • Passen Sie Ihre Ziele vor der Verletzung der Realität an.

  • Überfordern Sie sich nicht nach einer Verletzungspause. So erhalten Sie sich den Spaß an Bewegung.




  1. Lehren aus der Verletzung ziehen




  • Vielleicht deckt die Verletzung Ihre Schwachstellen auf. Die Verletzungspause gibt Ihnen die Gelegenheit, bestimmte Bewegungseinheiten zu überdenken und neue hinzuzufügen.




  1. Das Basisprogramm einbauen – dazu zählen:


    • Täglich, am besten morgens, 5 – 10 Minuten Dehnübungen.

    • 1 – 2-mal in der Woche muskuläre Schwachstellen mit einem Zirkeltraining ausgleichen.

    • Verspannten Muskelgruppen eine Massage gönnen, z. B. abends oder nach dem Training.





 



Häufige Fragen & Antworten



Welche Vorteile bietet das Diclofenac AL Schmerzgel gegenüber der Einnahme von Diclofenac in Tablettenform?

Der Wirkstoffspiegel im Blut ist bei topischer Anwendung sehr viel niedriger als bei oraler Anwendung. Das Auftreten systemischer Nebenwirkungen (z. B. renale, hepatische oder gastrointestinale Nebenwirkungen, systemische Überempfindlichkeitsreaktionen), wie sie unter Umständen nach systemischer Anwendung Diclofenac-haltiger Arzneimittel auftreten können, sind nicht auszuschließen, wenn das Gel großflächig auf die Haut und über einen längeren Zeitraum aufgetragen wird. Da die systemische Aufnahme von Diclofenac bei topischer Anwendung allerdings sehr gering ist, sind derartige Nebenwirkungen eher nicht wahrscheinlich.2



Ist eine Überdosierung des Diclofenac AL Schmerzgels möglich?

Eine Überdosierung bei begrenzter topischer Anwendung ist aufgrund der geringen systemischen Resorption unwahrscheinlich. Sollte dennoch deutlich zu viel Gel aufgetragen worden sein (deutliche Überschreitung der empfohlenen Dosis), sollte das Gel mit Wasser von der Haut abgewaschen werden.3



Wann darf das Diclofenac AL Schmerzgel nicht anwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Propyl-4-hydroxybenzoat, Methyl-4-hydroxybenzoat oder einen anderen Bestandteil des Diclofenac AL Schmerzgels darf dieses nicht angewendet werden. Bei vorherigen allergischen Reaktionen (z. B. Asthma, Bronchospasmus, Urtikaria, laufende Nase oder Angioödem) nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAIDs darf Diclofenac AL Schmerzgel nicht angewendet werden. Ebenso darf im letzten Drittel der Schwangerschaft und bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren das Diclofenac AL Schmerzgel nicht verwendet werden.2



Sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt?

Da die systemische Aufnahme von Diclofenac bei topischer Anwendung sehr gering ist, sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sehr unwahrscheinlich.3



 



Pflichttext:



Diclofenac AL Schmerzgel 10 mg/g, Gel



Zur Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren.



Wirkstoff: Diclofenac-Natrium. Diclofenac AL wird angewendet bei Erwachsenen zur lokalen, symptomatischen Behandlung von: leichten bis mäßig starken, akuten Muskelschmerzen oder Schmerzen bei akuten Verstauchungen, Zerrungen oder Prellungen infolge eines stumpfen Traumas. Diclofenac AL wird angewendet zur Kurzzeitbehandlung von Jugendlichen ab 14 Jahren: zur lokalen, symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Verstauchungen, Zerrungen oder Prellungen infolge eines stumpfen Traumas.



Enthält Propyl-4-hydroxybenzoat, Methyl-4-hydroxybenzoat und Propylenglycol.



Hergestellt von: ALIUD Pharma GmbH

Anwendungsgebiete

- Leichte bis mäßig starke Muskelschmerzen - Sport- und Unfallverletzungen, wie: - Prellungen - Verstauchungen und Zerrungen

Zusammensetzung

Diclofenac natrium,Diclofenac,Propylenglycol,Triglyceride, mittelkettige,Carbomer 980,Hyetellose,Propyl-4-hydroxybenzoat,Methyl-4-hydroxybenzoat,Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung,Wasser, gereinigtes

Dosierung

Gel

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Massieren Sie das Arzneimittel danach ein. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und offenen Hautstellen.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn sich Ihre Beschwerden 3-5 Tage nach Behandlungsbeginn nicht gebessert haben.

Überdosierung?
Wird das Arzneimittel wie beschrieben angewendet, sind keine Überdosierungserscheinungen bekannt. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend zugleich. Der Arzneistoff weist zudem antirheumatische Eigenschaften auf. Er blockiert die Bildung bestimmter Botenstoffe im Körper, so genannte Prostaglandine. Diese sind an der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen wesentlich beteiligt.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Chronische Atemwegsinfektionen
- Asthma bronchiale
- Allergischer Schnupfen, zum Beispiel Heuschnupfen
- Nasenpolypen (Nasenschleimhautwucherungen)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 14 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Ekzem
- Hautrötung
- Entzündungsreaktionen der Haut
- Kontaktdermatitis (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
- Juckreiz

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Lösungsmittel (z.B. Propylenglycol, E 477) können Hautreizungen hervorrufen.

Beipackzettel

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