Im Umgang mit deiner dauerhaften Echthaarverlängerung wirst du schnell merken, dass das A und O eine gut abgestimmte Pflegestrategie ist. Wie du deine Extensions am besten pflegen solltest, verraten dir die folgenden Punkte:
1. Behutsam bürsten
Starte immer damit, deine Haare erst einmal mit den Fingern sanft zu entwirren, bevor du Bürste oder Kamm ansetzt. Zum Bürsten sind Detangler Bürsten super geeignet, um deine Längen zu entwirren. Kämmst du lieber, sind grobzinkige Kämme ohne scharfe Pressnähte perfekt. Deine Bürste sollte keinesfalls Noppen an den Borstenenden haben, da diese in den Verbindungsstellen hängen bleiben können. Wichtig ist hier auch die Bürstrichtung: Beginne immer in den Spitzen und arbeite dich langsam durch die Längen bis zu den Verbindungsstellen durch. Halte deine Haare bei besonders langen Extensions am besten immer wie einen Zopf in der Hand, damit du bei kleinen Knötchen nicht an den Klebestellen zerrst. Bürste deine Extensions etwa zweimal pro Tag und entferne kleine Knötchen immer sofort.
2. Sanft waschen
Das richtige Shampoo ist maßgeblich an der Langlebigkeit deiner Extensions beteiligt. Deshalb heißt es Augen auf beim Shampoo-Kauf, am besten sagt dir dein*e Friseur*in, welches Shampoo du ab jetzt benutzen solltest. Es gibt vier Inhaltsstoffgruppen, die die Verbindungsstellen zwischen Extensions und deinen Haaren lösen und so die Haltbarkeit deiner Haarverlängerung verkürzen können:
- Öle
- Silikone
- Alkohol
- Sulfate
Lege dir also ein spezielles Shampoo zu, das auf die Pflegebedürfnisse von Extensions abgestimmt ist. Alternativ verwendest du ein mildes Shampoo, das weitestgehend auf die genannten vier Inhaltsstoffe verzichtet. Dabei ist am wichtigsten, dass es öl- und silikonfrei ist. Wenn du merkst, dass sich die Klebestellen deiner Extensions schmierig oder glitschig anfühlen, kann das ein Zeichen sein, dass du das falsche Shampoo benutzt.
Die Haarwäsche selbst ist eigentlich ganz einfach, da du nur deine Kopfhaut gründlich einshampoonieren musst. Gehe dabei sanft vor und zerre nicht an deinen Haaren. Und ganz wichtig: Wasche deine Haare nur aufrecht und nicht überkopf. Denn dabei ziehen die nassen Haare schwer und verkehrt herum an den Modellierstellen und können gleichzeitig verfilzen. Verlege die Haarwäsche am besten unter die Dusche.
Wasche deine Haare nur jeden dritten Tag und versuche, die Haarwäsche immer etwas hinauszuzögern. Dazu kannst du auch ein- bis maximal zweimal pro Woche Trockenshampoo verwenden. Da viele Trockenshampoos aber Alkohol enthalten, solltest du es mit deinen Dry Shampoo Days nicht übertreiben.
3. Ausreichend pflegen
Der erste Pflegeschritt ist das Auftragen einer Haarkur nach jeder Wäsche. Im Gegensatz zum Shampoo, sind hier pflegende Öle erlaubt. Wichtig ist nur, dass das Pflegeprodukt nicht in Berührung mit den Klebestellen am Haaransatz kommt.
Drücke die Längen nach der Haarwäsche sanft mit den Händen – und anschließend einmal mit einem Mikrofaser-Handtuch aus. Dann kannst du – je nach Haarlänge – ein bis zwei walnussgroße Kleckse Kur in die Länge einarbeiten. Lass die Kur ein bis fünf Minuten einwirken, bei sehr hellen oder trockenen Längen, gerne auch länger. Wasche sie anschließend aus und drücke die Haare erneut sanft aus. Wickle sie mit einem Mikrofaser-Handtuch in einen Turban. Rubble sie auf keinen Fall trocken und bürste sie jetzt auch nicht – im nassen Zustand sind deine Extensions besonders empfindlich.
Natürlich kannst du deine Haare jetzt an der Luft trocknen lassen, das kann bei besonders langen Rapunzel-Mähnen aber ewig dauern und die Verbindungsstellen der Extensions belasten. Denn nasse Haare sind schwerer und ziehen dadurch stärker nach unten. Das gründliche Föhnen ist für Extensions also die beste Lösung.
Trage vor dem Föhnen unbedingt einen Hitzeschutz auf den feuchten Längen auf und föhne deine Haare anschließend auf mittlerer Stufe. Auch hier gilt: Gerade bleiben und nicht über den Kopf föhnen.