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Nahaufnahme einer Hand, die mit einem Pinsel grüne Farbe auf einen elfenbeinfarbenen Nagel aufträgt, um ein einzigartiges Design zu kreieren.

Nagelpflege nach Gelnägeln

Nach dem Entfernen von Gelnägeln können deine Naturnägel dünn, brüchig oder sogar schmerzempfindlich sein. Mit der richtigen Nagelpflege direkt nach dem Entfernen deiner Gelnägel und in den Wochen danach, kannst du deine Naturnägel wieder stärken. Wie das nachhaltig gelingt und welche Pflege-Essentials du dazu brauchst, verraten wir dir im Text.

Kurz & knapp: Die richtige Pflege nach Gelnägeln

  • Nach dem Entfernen von Gelnägeln können deine Naturnägel trocken, weich, brüchig und sogar schmerzempfindlich sein.

  • Zu starkes Anrauenen, unsachgemäßes Entfernen der Gelschicht, keine Gel-Pausen, mangelnde Pflege und Überbeanspruchung der Nägel können schuld daran sein.

  • In den ersten sieben Tagen nach dem Entfernen der Gelnägel brauchst du ein super nährendes Pflege-Programm aus Nagelöl und Handcreme.

  • In den folgenden vier bis sechs Wochen ergänzt du dieses Pflegeprogramm um Nagelhärter, eine nagelstärkende Ernährung und eine passende Supplement-Routine.

  • Für langfristig starke Nägel solltest du die Pflegestrategie beibehalten, deine Nägel im Alltag vor äußeren Einflüssen schützen und immer wieder Gel-Pausen einlegen.

Typische Probleme nach dem Entfernen von Gelnägeln

Gelnägel zählen zu deinen absoluten Beauty-Must-Haves – und ohne sie fühlt sich dein Styling unvollständig an? Das ist völlig in Ordnung, denn Gelnägel schaden deinen Naturnägeln in der Regel nicht.

Gönnst du deinen Nägeln zwischen den Gel-Modellagen allerdings gar keine "Verschnaufpausen" oder werden sie nicht sachgemäß angebracht oder entfernt, können Nägel und Nagelhaut Schaden nehmen.

Folgende Nagel-Probleme können dann auftreten:

  • Dünne, weiche Nägel

    Wurden einige Naturnagel-Schichten durch zu starkes Anrauen oder das Abreißen des Gelnagels mit abgetragen, wird der Nagel immer dünner, weicher und instabiler.

  • Brüchige, absplitternde Nägel

    Durch das Anrauen und Feilen der Nägel, das Aushärten mit UV-Licht, sowie durch das Entfernen mit Aceton, können die Nagelplatten austrocknen. Trockene Nägel werden brüchig und splittern.

  • Schmerzempfindlichkeit

    Dünne Nägel bilden keinen ausreichenden Schutz für die Fingerkuppen mehr. Je dünner die Nagelplatten sind, desto schmerz- und druckempfindlicher werden die Nägel. Selbst zu heißes Wasser kann dann zu Schmerzen führen.

  • Verfärbungen

    Nicht die Gelnägel selbst, aber bestimmte Umstände bei der Modellage können deine Nägel verfärben: Rückstände von Primer, Gel oder Haftvermittlern können in den geschädigten Nagel eindringen und matte, gelbliche Stellen hinterlassen.

    Löst sich das Gel und Feuchtigkeit dringt zwischen Naturnagel und Gelschicht, oder wurde das Gel auf feuchte Nagelplatten modelliert, können Bakterien wachsen und grünliche Stellen hinterlassen.

  • Rillenbildung

    Reißt oder knibbelst du das Gel ab, anstatt es im Nagelstudio entfernen zu lassen, können im Nagel unschöne Längs- und Querrillen entstehen. Auch wenn vor oder nach der Gelmodellage zu grob gefeilt wird, können Rillen entstehen.

  • Entzündete Nagelhaut

    Mangelnde Pflege oder unsauberes Arbeiten kann zu Entzündungen in der Nagelhaut führen. Bei ungenauem Arbeiten kann die empfindliche Haut auch verletzt werden.

Ursachen für Nagelschäden nach Gelnägeln

Sind deine Naturnägel nach der Entfernung der Gelnägel geschwächt, kann das mehrere Ursachen haben:

  • Zu starkes Anrauen

    Werden die Nägel vor dem Ankleben zu stark angeraut oder zu dünn gefeilt, werden die Nagelplatten bereits geschädigt, noch bevor du dich über deine Gelnägel freuen kannst. Die Nägel werden dünn, brüchig und schmerzempfindlich.

  • Unhygienisches Arbeiten: Sind Feile und Werkzeug nicht desinfiziert, kann es zu Infektionen am und um den Nagel kommen.

  • Abreißen der Gelnägel: Werden deine Gelnägel nicht sachgemäß von einem Profi entfernt, sondern abgerissen, kann der Nagel darunter kaputt gehen. Denn mit den Abreißen lösen sich auch feine Nagelschichten ab und der Nagel wird dünner oder Rillen entstehen.

  • Mangelnde Pflege: Werden Gelnägel und Nagelhaut nicht täglich mit Nagelöl und/ oder Handcreme gepflegt, können sie austrocknen.

  • Überbeanspruchung: Geschirrspülen oder Wohnung putzen ohne Gummihandschuhe, Papiere sortieren oder die Nägel als Werkzeuge benutzen – das alles schädigt deine Gelnägel und kann sie sogar ablösen. Dabei können Schichten deiner Naturnägel mit abreißen und der Nagel kann dünn und brüchig werden.

  • Zu seltene Auffrischung-Termine: Wächst der Gelnagel raus, wird er instabil und kann sich durch die Hebelwirkung lösen. Deshalb braucht er alle drei bis spätestens vier Wochen ein Gel-Refill, damit er nicht abreißt und damit der Nagelplatte schadet.

  • Kleine Gel-Pausen: Etwas alle drei bis sechs Wochen brauchen deine Nägel eine Verschnaufpause, in der sie sich von der Gel-Behandlung regenerieren können. Lässt du die Regenerations-Phase aus, können deine Nägel immer dünner und brüchiger werden.

    Spätestens nach drei bis sechs Monaten unter der Gelschicht solltest du deinen Nägeln eine Gel-Pause von mindestens vier Wochen gönnen.

Soforthilfe-Tipps nach dem Entfernen von Gelnägeln

Möchtest du deine Nägel regenerieren und aus deinen Gelnägel-Phasen mit gestärkten Nägeln hervorgehen, ist die richtige Nagelpflege nach dem Entfernen deiner Gelnägel essentiell – vor allem unmittelbar danach.

Denn in den ersten Minuten bis Stunden nach dem Abfeilenoder Ablösen der Gelnägel mit Aceton können die Nagelplatten porös, trocken und super empfindlich sein. In schweren Fällen kann dieser Zustand bis zu 10 Tage andauern.

Alles was du für deine Soforthilfe-Maniküre direkt nach dem Entfernen brauchst, sind ein hochwertiges Nagelöl, eine Hand- oder Nagelcreme und eine Glasfeile.

Um die Regeneration deiner Nägel direkt nach dem Entfernen der Gelnägel zu unterstützen, können folgende Pflege-Tipps helfen:

  • Handcreme verwenden: Nägel und Nagelhaut brauchen als erstes Feuchtigkeit – am besten in Form einer feuchtigkeitsspendenden Handcreme oder eines Nagelbalms.

  • Nagelöl einmassieren: Neben Feuchtigkeit, sind jetzt auch nährende Öle essentiell für deine Nägel. Sie schließen die Feuchtigkeit in die Nagelplatten ein. Massiere Nägel und Nagelhaut täglich mit einem hochwertigen Nagelöl, sehr nährend kann Jojobaöl in Kombination mit Vitamin E sein. Gute Alternativen sind Mandelöl oder Arganöl.

  • Nägel kurz halten: Je kürzer deine Nägel sind, desto seltener brechen sie ab. Verwende zum Kürzen eine Glasnagelfeile, mit der du immer nur in eine Richtung feilst. Wildes Hin- und Her-Feilen kann die instabilen, weichen Nägel noch mehr schwächen.

  • Auf Nagelhärter oder Nagellack verzichten: Auch wenn es verlockend erscheint, deine geschwächten Fingernägel direkt mit einem Nagelhärter oder mit einem speziellen Lack zu stärken, wäre das kontraproduktiv. Denn die Nagelplatten brauchen erst einmal ein paar Tage, um Feuchtigkeit und Öle aufzunehmen und um sich zu regenerieren.

  • Vor äußeren Einflüssen schützen: Wasser, Papierkanten und Chemikalien solltest du in dieser sensiblen Zeit von deinen Fingernägeln fernhalten – das alles kann sie weiter verletzen. Trage zum Geschirrspülen und Putzen Gummihandschuhe. Benutze deine dünnen Nägel auch nicht als Werkzeuge, um Dosen zu öffnen oder etwas abzukratzen.

Dos and Don'ts für die Regenerationsphase

Etwa sieben bis zehn Tagen nach dem Entfernen der Gelnägel ist die akute Pflege-Phase abgeschlossen. Das sich jetzt anschließende, langfristige Care-Programm, ist für die Regeneration deiner Nägel ebenso wichtig, wie das kurzfristige.

Die folgenden Dos and Don`ts solltest du für etwa vier bis sechs Wochen beachten:

Dos

  • Nagelhärter auftragen: Gönne deinen Nägeln eine Schicht Nagelhärter, der sie mit Vitaminen und Mineralien (z.B. Keratin, Kalzium) stärken kann. Er sollte kein Formaldehyd enthalten, denn das kann Fingernägel und Nagelhaut noch mehr reizen. Nagelhärter ist keine Dauerlösung, verwende ihn nur kurartig.

  • Intensiv pflegen: Das tägliche Ölen und Cremen hält deine Nägel geschmeidig. Platziere Nagelöl, Handcreme und Nagelpflegestift ab jetzt überall dort, wo du zwischendrin zwei Minuten für dein Nail-Care-Ritual findest: Neben deinem Bett, in deiner Handtasche oder im Auto.

    Schiebe regelmäßig deine Nagelhaut mit einer Feile aus Glas oder speziellen Holzstäbchen zurück. Pflege sie ebenfalls mit Öl und Creme oder mit einem Balm.

  • Smart ernähren & supplementieren

    Um deine Nägel von innen zu stärken, solltest du auch auf eine ausgewogene Ernährung – und nach ärztlicher Absprache auch auf eine ausgefeilte Supplement-Routine mit folgenden (Mikro-)Nährstoffen achten:

    • Proteine: Deine Nägel besteht größtenteils aus Proteinen. Es lohnt sich, einmal deinen individuellen Proteinbedarf zu berechnen und deine Ernährung anzupassen. Fällt dir das schwer, kannst du auch auf Protein-Shakes oder Aminosäure-Kapseln setzen.

    • Biotin: Das Beauty-Vitamin für Haut, Haare und auch Nägel schlechthin sollte jetzt kurartig (etwa für drei Monate) Teil deiner Supplement-Routine sein.

    • Zink: Zink istsuper wichtig für starke Nagelplatten. Aber bitte nicht dauerhaft, sondern als Kur für sechs bis 12 Wochen einnehmen.

    • Eisen: Eisenmangel zeigt sich oft in brüchigen Nägeln, achte daher gerade jetzt auf eine ausreichende Eisenzufuhr. Isst du wenig Fleisch, kann auch hier eine Supplementierung nötig sein, bis dein Mangel ausgeglichen ist.

    • Selen: Es ist ein starkes Antioxidans und hilft bei der Bildung von Keratin. Das brauchen deine Nägel um stärker, fester und glänzender zu werden. Selen kannst du fest in deine NEM-Routine einbauen.

    • Silizium: Auch dieser Stoff unterstützt die Keratin-Synthese und verbessert die Wasserspeicherungin den Nägeln. Gleichzeitig unterstützt es das Bindegewebe rund um die Nagelplatten. Für die volle Wirkung mehrere Monate einnehmen.

    Super praktisch sind kombinierte Haut-Haare-Nägel-Kapseln, da sie alle essentiellen Mikronährstoffe für die Nägel enthalten. Die genaue Dosierung sagt dir dein Arzt/ deine Ärztin.

  • Ausreichend trinken:

    Feuchtigkeitsarme Nägel sind spröder und brechen leichter – hier hilft auch die Wasserversorgung von innen. Gleichzeitig werden bei prall gefüllten Zellen alle wichtigen Nährstoffe effektiver zu den Nagelplatten transportiert.

  • Profi-Maniküre gönnen

    Investiere in deine Nägel und buche eine pflegende Maniküre in einem Nagelstudio. Es sollte natürlich nicht eine Gel-Modellage sein – auch eine pflegende Maniküre-Session, wie etwa eine japanische Maniküre, verleiht dir das tolle Gefühl von frisch manikürten Nägeln.

Don'ts

  • Grobes Kürzen: Halte deine Nägel weiterhin kurz, bis sie ihre Stabilität wiedererlangt haben. Buffern, Schneiden oder Klippen sind dabei nach wie vor NoGos. Kürze deine Nägel ausschließlich mit einer Glas- oder Mineralfeile.

  • Zu schnell neue Gelnägel: Neues Gel darf nur auf vollständig regenerierte Nägel. Pausiere mit deinen Gelnägeln, bis sich deine Naturnägel komplett erholt haben.

  • Nägel strapazieren: Deine Nagelplatten sind immer noch super empfindlich, schütze sie deshalb weiter vor schädlichen Einflüssen. Stelle dir dazu einfach immer ein bisschen das "wie frisch lackiert"-Gefühl vor. So passt du automatisch besser auf.

  • Pflege vernachlässigen: Ohne Nagelöl und Handcreme bleiben die Nägel spröde. Acetonhaltigen Nagellackentferner solltest du meiden.

  • Einseitig ernähren: Fehlt es dem Körper an Proteinen und Mineralstoffen, können sich die Fingernägel nicht erholen. Achte auf die oben genannten Ernährung-Tipps.

Fazit: Machst du hier alles richtig, steht der Regeneration deiner Nägel nichts mehr im Wege und du kannst dir schon nach etwa vier bis sechs Wochen neues Gel auf den Nägeln gönnen. Bei schwer geschädigten Nagelplatten kann es allerdings auch drei bis sechs Monate dauern, bis sich deine Nägel vollständig regeneriert haben.

Porträt einer Frau mit blondem, gewelltem Haar, die einen schwarzen Pullover trägt und die Arme vor einer weißen Wand verschränkt hat.

Über die Autorin

Anne Wüstmann, freie Beauty-Redakteurin

Die freie Autorin schreibt seit Jahren für renommierte Lifestyle-Magazine. Sie widmet sich dabei leidenschaftlich den Themen Beauty, Ernährung, Gesundheit und Sport. Zu ihren persönlichen Beauty-Favoriten zählen ein guter Highlighter, frischer Selleriesaft und Pilates.

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