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Nahaufnahme von nassem, brünettem Haar, das mit einem türkisfarbenen Kamm gekämmt wird, um die Haarpflege und das Styling zu demonstrieren.

Wie oft Haare waschen?

Wie häufig man die Haare wäscht, ist eine oft diskutierte und sehr persönliche Frage. Einige greifen täglich zum Shampoo, andere verzichten bewusst auf häufiges Waschen. Am gesündesten für Haar und Kopfhaut ist eine Routine, die auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt ist und ein gutes Gleichgewicht bewahrt.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit Friseur und Hairstylist Björn Hartung aus Düsseldorf.

Wie oft sollte man Haare waschen? Das Gleichgewicht von Reinigung und Regeneration

Wie oft man seine Haare waschen sollte, kaum eine Beauty-Frage wird so häufig gestellt und so individuell beantwortet. Die einen schwören auf tägliches Waschen, die anderen auf den „No Wash Day“ und eine reduzierte Routine. Doch was ist wirklich gut für Haar und Kopfhaut? Die Antwort liegt, wie so oft, in der Balance und im bewussten Umgang mit den eigenen Bedürfnissen.

Jede Haarwäsche befreit die Kopfhaut von Talg, Stylingrückständen und Umweltschmutz. Gleichzeitig entfernt sie aber auch natürliche Öle, die das Haar geschmeidig halten. Wer zu häufig wäscht, riskiert, dass Kopfhaut und Längen austrocknen und der natürliche Schutzfilm aus dem Gleichgewicht gerät. Wird zu selten gewaschen, können sich hingegen Schmutzpartikel, Talg und abgestorbene Hautzellen ansammeln – die Kopfhaut reagiert gereizt, und das Haar verliert an Leichtigkeit.

Das Ziel ist also, eine Routine zu finden, die Reinigung und Pflege harmonisch verbindet. Wie oft ist „normal“? Als Faustregel gilt:

  • Feines oder fettendes Haar darf gern alle ein bis zwei Tage gewaschen werden, da überschüssiger Talg schnell sichtbar wird und das Haar beschwert.

  • Normales Haar fühlt sich meist mit zwei bis drei Wäschen pro Woche wohl – das reicht, um Frische zu bewahren, ohne die Kopfhaut zu strapazieren.

  • Trockenes oder lockiges Haar profitiert von längeren Waschpausen. Ein bis zwei Wäschen pro Woche sind oft völlig ausreichend, um die natürliche Feuchtigkeit zu bewahren.

Das richtige mechanische Haarewaschen ist entscheidend, denn oft wirken die Haare schnell wieder fettig, weil unsachgemäß gewaschen wurde oder das Ausspülen nicht gründlich genug war. Haarewaschen bedeutet, dass die Haare wirklich komplett nass gemacht werden. Danach wird das Shampoo in den Handflächen und auf den Fingern emulgiert und anschließend mit dieser Emulsion direkt auf die Kopfhaut unter den am Kopf anliegenden nassen Haaren aufgetragen. Auf der Kopfhaut wird das Shampoo durch Schrubben weiter aufgeschäumt, bei Bedarf mit etwas Wasser, bis Talg und Stylingreste vollständig gelöst sind.

Besonders wichtig ist, auch den Haaransatz unter dem Wirbel, hinter den Ohren und im Nacken gründlich zu behandeln. Diese Bereiche werden oft übersehen, da das nasse Haar eng am Kopf anliegt und das Shampoo nur oberflächlich verteilt wird. Unsachgemäßes Arbeiten in diesen Bereichen führt dazu, dass das Haar schneller fettig wirkt.

Gleiches gilt für das Ausspülen. Das Haar muss währenddessen vollständig von der Kopfhaut angehoben und geschrubbt werden, damit der durch Tenside gelöste Talg und Schmutz vollständig entfernt wird. Auch wenn der Schaum optisch bereits verschwunden ist, sollte weiter gespült werden, bis das Haar quasi quietscht. Erst dann ist es wirklich sauber und frei von Rückständen. Anschließend kann mit der Pflege fortgefahren werden.

Haare waschen: Das richtige Shampoo macht den Unterschied

Wie oft man wäscht, hängt auch vom Shampoo ab. Ein sanft formuliertes Shampoo mit milden Tensiden, pflegenden Ölen oder Feuchtigkeitswirkstoffen erlaubt häufigere Wäschen, ohne das Haar zu strapazieren. Wer zu empfindlicher oder trockener Kopfhaut neigt, sollte auf sulfatfreie Formulierungen setzen. Für fettige Ansätze eignen sich klärende Produkte, die Rückstände entfernen, ohne auszutrocknen. Zweimal shampoonieren kann sinnvoll sein. Beim ersten Waschgang wird Schmutz gelöst, beim zweiten kann das Shampoo seine pflegende Wirkung voll entfalten

"Viele machen gute Erfahrungen mit der Zweischritt-Methode: erst ein Tiefenreinigungs- oder klärendes Shampoo, das alles an Ablagerungen löst, dann ein zweites Shampoo, das schonender ist und Pflege gibt.

Am Ende jeder Wäsche gehört ein Conditioner ins Haar. Er schließt die Schuppenschicht, bringt extra Pflege und sorgt dafür, dass sich das Haar weich und glatt anfühlt. Das ist der Schritt, den viele früher weggelassen haben und dann überrascht waren, warum die Haare stumpf wirkten."

- Björn Hartung, Douglas Haircare Experte

Du kannst auch ab und zu auf das Haarewaschen verzichten, dass heißt aber nicht das du Angst haben musst vor fettigen Haaren. Denn waschfreie Tage bedeuten nicht, dass das Haar ungepflegt bleibt. Ein erfrischendes Trockenshampoo kann Volumen und Frische gewährleiste, während Haaröle und Leave-in-Produkte die Längen geschmeidig halten. Wer mag, kann die Kopfhaut sanft massieren, dass fördert die Durchblutung, kann für ein gesundes Haarwachstum sorgen und bringt dir einen kleinen Spa Moment in deine Routine. 

Die ideale Häufigkeit des Haarewaschens gibt es also nicht. Sie ist so einzigartig wie jedes Haar selbst. Wichtig ist, das eigene Haarverhalten zu beobachten und die Routine an den Lebensstil, die Jahreszeit und die Haarstruktur anzupassen. Auch die Häufigkeit des Haarewaschens lässt sich trainieren. Wer die Haare richtig wäscht und den Abstand zwischen den Wäschen Schritt für Schritt verlängert, merkt oft, dass die Kopfhaut mit der Zeit weniger schnell nachfettet. Viele schwören dabei auf Produkte mit Heilerde, Bentonit oder Zeolith, die überschüssiges Fett binden und der Kopfhaut helfen, sich zu beruhigen. So pendelt sich das Nachfetten ein, sofern hormonell oder körperlich alles im Gleichgewicht ist.

Porträt eines Mannes mit Brille, Schnurrbart und grauem Hemd, die Arme verschränkt, der einen selbstbewussten und stilvollen Eindruck vermittelt.

Unser Haircare Experte

Björn Hartung, Friseur und Hairstylist

Björn bringt über 25 Jahre Erfahrung in Cut, Color und Care mit. In seinem Düsseldorfer Salon „Stresemann“ stylt, färbt und schneidet er seit mehr als 17 Jahren. Er schenkt seinen Kund*innen nicht nur neue Looks, sondern auch ein neues Lebensgefühl. Haircare ist seine Leidenschaft: Was einst als klassisches Handwerk begann, wurde zu einer Berufung, die weit über Schere und Föhn hinausgeht. Neben seinem Beruf unterstützt er Menschen als Breathwork-Experte dabei, ihre innere Balance zu finden.

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