Haare brechen an, wenn ihre innere Struktur geschwächt ist. Das kann durch Feuchtigkeitsmangel passieren, durch Hitze oder durch Reibung im Alltag. Fehlt ihnen Feuchtigkeit, verlieren sie ihre Spannkraft. Kommt dann noch Hitze dazu oder das tägliche Aneinanderreiben an Schal, Kissen & Co., wird’s kritisch. Chemische Abenteuer wie Colorationen oder Blondierungen belasten dein Haar zusätzlich, denn sie machen dein Haar oft porös, so dass sich die schützende Schuppenschicht um dein Haar nicht mehr richtig schließen kann. h. Besonders gefährdet sind die Längen und Spitzen, weil sie älter sind als der Ansatz und somit mehr und länger den verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt waren. Haarbruch ist ein klares Zeichen dafür, dass dein Haar geschwächt ist und jetzt besonders viel Pflege braucht. Dabei bricht das Haar direkt im Schaft ab, weil die Struktur an dieser Stelle nicht mehr stabil genug ist, um Belastungen standzuhalten.
Oft liegt die Ursache in der äußeren Schutzschicht des Haares, der Kutikula. Diese feine Schuppenschicht umgibt das Haar und bewahrt es vor äußeren Einflüssen. Wird sie beschädigt, verliert das Haar an Elastizität und Stabilität. Mit der Zeit entstehen feine Risse, die sich zu größeren Schwachstellen entwickeln. Das Haar wird zunehmend empfindlicher und bricht schließlich leichter.
Auch ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Zink, Eisen oder Biotin kann das Haar von innen heraus schwächen und seine Widerstandskraft spürbar reduzieren. Medikamente, wie Kortison schwächen die Haare zusätzlich oder verändern die Haarstruktur negativ.
Auch hormonelle Veränderungen, etwa während einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder im Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen, können die Haarstruktur beeinflussen und sie empfindlicher machen. Zusätzlich wirkt sich anhaltender Stress auf den gesamten Körper aus und kann auch die Gesundheit der Haare beeinträchtigen. Sie verlieren an Vitalität, reagieren sensibler auf äußere Einflüsse und brechen leichter. Sollte eine verstärkte Pflege keine spürbaren Ergebnisse erzielen, kannst du dich mit deinen Hausarzt austauschen. Er kann dir gegebenfall bei einem Mangel oder einer Imbalance im Hormonhaushalt beratend zur Seite stehen.
Grundsätzlich ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung ein easy Weg um dein Haar von Innen zu stärken. Durch deine Ernährung kannst du also selber viel beeinflussen. Eisen findest Du zum Beispiel in rotem Fleisch, Linsen, Kichererbsen, Haferflocken, Spinat und Roter Bete. In Kombination mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Paprika oder Zitrusfrüchten kann dein Körper Eisen besonders gut aufnehmen. Zink steckt unter anderem in Nüssen, Kernen, Vollkornprodukten, Haferflocken, Käse und Hülsenfrüchten.
Biotin, das oft als Beauty-Vitamin bezeichnet wird, ist enthalten in Eiern, Nüssen, Mandeln, Samen, Haferflocken, Süßkartoffeln und Bananen. Für die allgemeine Haarqualität spielen außerdem gesunde Fette eine wichtige Rolle. Diese findest Du in Avocados, Lachs, Olivenöl, Leinöl und Chiasamen.