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Nahaufnahme von nassem, braunem Haar, das mit einem hellrosafarbenen Douglas-Kamm gekämmt wird.

Haarbruch

Haarbruch zeigt sich oft schleichend. Die Haare werden kürzer, obwohl du sie wachsen lässt. Die Spitzen fransen aus, Längen wirken dünner und beim Styling bleiben immer wieder kleine Härchen zurück. Wenn Haare brechen, liegt das fast nie an einem einzigen Fehler, sondern an einer Kombination aus verschiedenen Faktoren.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit Friseur und Hairstylist Björn Hartung aus Düsseldorf.

Haarbruch: Wenn Haare brechen, statt zu wachsen

Haare brechen an, wenn ihre innere Struktur geschwächt ist. Das kann durch Feuchtigkeitsmangel passieren, durch Hitze oder durch Reibung im Alltag. Fehlt ihnen Feuchtigkeit, verlieren sie ihre Spannkraft. Kommt dann noch Hitze dazu oder das tägliche Aneinanderreiben an Schal, Kissen & Co., wird’s kritisch. Chemische Abenteuer wie Colorationen oder Blondierungen belasten dein Haar zusätzlich, denn sie machen dein Haar oft porös, so dass sich die schützende Schuppenschicht um dein Haar nicht mehr richtig schließen kann. h. Besonders gefährdet sind die Längen und Spitzen, weil sie älter sind als der Ansatz und somit mehr und länger den verschiedenen Stressfaktoren ausgesetzt waren. Haarbruch ist ein klares Zeichen dafür, dass dein Haar geschwächt ist und jetzt besonders viel Pflege braucht. Dabei bricht das Haar direkt im Schaft ab, weil die Struktur an dieser Stelle nicht mehr stabil genug ist, um Belastungen standzuhalten.

Oft liegt die Ursache in der äußeren Schutzschicht des Haares, der Kutikula. Diese feine Schuppenschicht umgibt das Haar und bewahrt es vor äußeren Einflüssen. Wird sie beschädigt, verliert das Haar an Elastizität und Stabilität. Mit der Zeit entstehen feine Risse, die sich zu größeren Schwachstellen entwickeln. Das Haar wird zunehmend empfindlicher und bricht schließlich leichter.

Auch ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Zink, Eisen oder Biotin kann das Haar von innen heraus schwächen und seine Widerstandskraft spürbar reduzieren. Medikamente, wie Kortison schwächen die Haare zusätzlich oder verändern die Haarstruktur negativ.
Auch hormonelle Veränderungen, etwa während einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder im Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen, können die Haarstruktur beeinflussen und sie empfindlicher machen. Zusätzlich wirkt sich anhaltender Stress auf den gesamten Körper aus und kann auch die Gesundheit der Haare beeinträchtigen. Sie verlieren an Vitalität, reagieren sensibler auf äußere Einflüsse und brechen leichter. Sollte eine verstärkte Pflege keine spürbaren Ergebnisse erzielen, kannst du dich mit deinen Hausarzt austauschen. Er kann dir gegebenfall bei einem Mangel oder einer Imbalance im Hormonhaushalt beratend zur Seite stehen. 

Grundsätzlich ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung ein easy Weg um dein Haar von Innen zu stärken. Durch deine Ernährung kannst du also selber viel beeinflussen. Eisen findest Du zum Beispiel in rotem Fleisch, Linsen, Kichererbsen, Haferflocken, Spinat und Roter Bete. In Kombination mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Paprika oder Zitrusfrüchten kann dein Körper Eisen besonders gut aufnehmen. Zink steckt unter anderem in Nüssen, Kernen, Vollkornprodukten, Haferflocken, Käse und Hülsenfrüchten.

Biotin, das oft als Beauty-Vitamin bezeichnet wird, ist enthalten in Eiern, Nüssen, Mandeln, Samen, Haferflocken, Süßkartoffeln und Bananen. Für die allgemeine Haarqualität spielen außerdem gesunde Fette eine wichtige Rolle. Diese findest Du in Avocados, Lachs, Olivenöl, Leinöl und Chiasamen.

Haarbruch wird oft mit Haarausfall verwechselt. Dabei ist der Unterschied klar. Beim Haarbruch reißt das Haar in den Längen oder Spitzen ab, häufig ohne sichtbare Haarwurzel. Beim Haarausfall fällt das Haar mitsamt Wurzel aus. Wenn du viele kurze Haare im Waschbecken oder auf der Bürste siehst, ist das ein typisches Zeichen dafür, dass Haare brechen und nicht ausfallen. Für die richtige Pflege ist diese Unterscheidung entscheidend.

Haarbruch macht sich oft durch kleine, abgebrochene Härchen bemerkbar, die Du morgens auf Deinem Kissen, auf den Schultern oder in der Bürste findest. Auch stumpfe, ungleichmäßige Spitzen, denen es an Glätte und Glanz fehlt, können ein Hinweis sein. Entlang der Längen fühlen sich einzelne Partien rau an und lassen sich beim Darüberstreichen mit den Fingern deutlich ertasten. Typisch sind außerdem kleine weiße Punkte oder feine Knötchen an den Haarsträhnen, die auf geschwächte Stellen hinweisen und zeigen, wo das Haar besonders leicht brechen kann.

Haarbruch vermeiden: Darauf solltest du achten

Wenn Haare strapaziert sind oder zu Haarbruch neigen, reicht eine einzelne Pflegemaßnahme meist nicht aus. Entscheidend ist ein Zusammenspiel aus gezielter Soforthilfe, einer sanften, aufbauenden Pflegeroutine und einem bewussten Umgang im Alltag. Mit den richtigen Produkten, regelmäßiger Pflege und kleinen Anpassungen in deinen Gewohnheiten lässt sich die Haarstruktur stabilisieren und weiteren Haarbruch effektiv vorbeugen. Die folgenden Empfehlungen zeigen, worauf es dabei konkret ankommt.

  • Akute Hilfe sofort, Routine später: Bei Haarbruch braucht das Haar zunächst intensive Pflege zur Stabilisierung und anschließend eine dauerhaft abgestimmte Pflegeroutine, um weitere Schäden zu vermeiden.

  • Auf intensive Feuchtigkeitspflege setzen: Inhaltsstoffe wie Arganöl, Shea-Butter oder Aloe Vera helfen, die Haarfaser zu glätten, Feuchtigkeit zu speichern und erste Schäden zu versiegeln.

  • Proteinkuren gezielt einsetzen: Proteine füllen Lücken in der Haarstruktur auf, stärken das Haar von innen und erhöhen seine Widerstandskraft bei starker Beanspruchung.

  • Milde Shampoos verwenden: Sanfte Reinigungsformeln reinigen zuverlässig, ohne dem Haar unnötig Feuchtigkeit zu entziehen oder die Struktur weiter zu schwächen.

  • Conditioner als Must-have: Er glättet die Schuppenschicht, schützt vor äußeren Einflüssen und erleichtert das Entwirren der Längen.

  • Wöchentlicher Pflege-Boost: Intensive Pflege stärkt die Elastizität, gibt Spannkraft zurück und kann Haarbruch langfristig reduzieren.

  • Alkoholfreie, aufbauende Formulierungen nutzen: Wirkstoffe wie Keratin oder Panthenol helfen, geschädigte Partien zu versiegeln und zu schützen.

  • Vorsicht bei nassem Haar: Sanftes Ausdrücken mit einem weichen Handtuch und Entwirren mit einem grobzinkigen Kamm beugen mechanischen Schäden vor.

  • Schonende Accessoires verwenden: Weiche Haargummis ohne Metall verhindern Knicken und Reißen der Haare im Alltag. Auch Seidenkissen für die Haare oder ein Seidenbonnet können hilfreich sein.

  • Regelmäßig Spitzen schneiden lassen: Ein kontrollierter Schnitt entfernt brüchige Stellen und verhindert, dass sich Haarbruch weiter nach oben ausbreitet.

Haarbruch lässt sich nicht über Nacht stoppen, aber mit der richtigen Pflege und etwas Geduld deutlich reduzieren. Wer auf sanfte Produkte, regelmäßige Pflege und einen bewussten Umgang im Alltag setzt, stärkt die Haarstruktur Schritt für Schritt. So bekommen strapazierte Längen die Chance, sich zu erholen, und dein Haar kann wieder gesund wachsen, ohne ständig abzubrechen.

"Zöpfe nicht zu eng zu binden ist super wichtig. Ich habe immer wieder Girls im Stuhl, denen am Wirbel und am Zopfrand die Haare durch zu straffes Binden abgebrochen sind. Die Kontur ist dabei oft mit betroffen, weil die Haare dort feiner sind und schneller abreißen."

- Björn Hartung, Douglas Haircare Experte

FAQ: Alles über Haarbruch

Ein Mann mit Brille und Schnurrbart, die Arme verschränkt, trägt ein graues Hemd mit Knöpfen und eine schwarze Uhr.

Unser Haircare Experte Björn Hartung

Friseur und Hairstylist

Björn bringt über 25 Jahre Erfahrung in Cut, Color und Care mit. In seinem Düsseldorfer Salon „Stresemann“ stylt, färbt und schneidet er seit mehr als 17 Jahren. Er schenkt seinen Kund*innen nicht nur neue Looks, sondern auch ein neues Lebensgefühl. Haircare ist seine Leidenschaft: Was einst als klassisches Handwerk begann, wurde zu einer Berufung, die weit über Schere und Föhn hinausgeht. Neben seinem Beruf unterstützt er Menschen als Breathwork-Experte dabei, ihre innere Balance zu finden.