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Nahaufnahme von klaren Wassertropfen, die auf einer hellbeigen Oberfläche verteilt sind und einen erfrischenden und feuchtigkeitsspendenden Effekt erzeugen.

Dehydrierte Haut: Was hilft?

Dehydrierte Haut ist nicht einfach ein anderer Begriff für trockene Haut. Dehydrierte Haut ist ein erworbener Hautzustand, während trockene Haut ein genetisch bedingter Hauttyp ist. Wie du dehydrierte Haut erkennst und worin sich die Pflege einer dehydrierten Haut, von der einer trockenen Haut unterscheidet, erläutert dieser Beitrag.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

 

KURZ & KNAPP: DEHYDRIERTE HAUT

  • Kein Hauttyp, sondern ein temporärer Hautzustand: Dehydrierte Haut kann jeden Hauttyp betreffen

  • Typische Anzeichen: Spannungsgefühl, fahler Teint, feine Trockenheitsfältchen – oft abhängig von Jahreszeit oder Pflegegewohnheiten

  • Wichtigster Unterschied: Im Gegensatz zu trockener Haut fehlt es nicht an Fett, sondern an Wasser

  • Pflegefokus: Leichte, feuchtigkeitsspendende Produkte, kombiniert mit schützenden und feuchtigkeitsbewahrenden Texturen

  • Ziel: Die Haut hydratisieren, ohne sie zu überpflegen

Was ist dehydrierte Haut?

Dehydrierte Haut ist ein Hautzustand und kein Hauttyp im Sinne der vier Hauttypen (trockene, normale, fettige/ölige und Mischhaut). Dehydrierte Haut leidet unter einem Mangel an Feuchtigkeit, ganz unabhängig davon, ob die Haut gleichzeitig trocken, fettig oder normal ist. Das bedeutet, das auch fettige Haut dehydriert sein kann, wenn ihr Wasser fehlt – trockene Fetthaut.

Wichtig: Der Hautzustand dehydrierter Haut ist vorrübergehend und reversibel, wenn die passende Pflege und- Lebensgewohnheiten eingesetzt werden.

Der Unterschied zwischen trockener und dehydrierter Haut

Trockene Haut (Xerosis) ist ein Hauttyp, der genetisch bedingt ist. Menschen mit trockener Haut bilden zu wenig Lipide in der Haut – sie fühlt sich rau, schuppig und oft auch empfindlich an, hat meist ein fahles, trockenes Hautbild. Bei trockener Haut geht es um eine Stärkung der Hautbarriere, damit die Haut Feuchtigkeit besser halten kann. Dazu braucht sie vor allem Fette, in Form barrierestabilisierender und lipidhaltiger Pflegeprodukte.

Dehydrierte Haut hingegen ist ein temporärer Zustand, bei dem der Haut Wasser fehlt – nicht Fett. Dehydrierte Haut kann sogar ölig glänzen, aber gleichzeitig spannen oder jucken. Die Lösung ist hier: Feuchtigkeit statt intensiven Pflegelipiden. 

Trockene Haut

  • Einordnung: Genetisch bedingter Hauttyp

  • Ursache: Der Haut fehlt es an (Barriere)Lipiden

  • Anzeichen: Rau, schuppig, empfindlich

  • Pflegebedarf: Reichhaltig und rückfettend

Dehydrierte Haut

  • Einordnung: Temporärer Hautzustand

  • Ursache: Der Haut fehlt es an Feuchtigkeit und Wasser

  • Anzeichen: Gespannte oder fahle Haut, feine Linien

  • Pflegebedarf: Feuchtigkeitsspendend und hydratisierend

Woran erkannt man dehydrierte Haut?

Nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, ob die Haut unter Feuchtigkeitsmangel leidet. Besonders tückisch: Dehydrierte Haut zeigt oft diffuse Symptome, die je nach Jahreszeit, Klima, Stresslevel oder geänderter Hautpflege auftreten – und plötzlich wieder verschwinden. Wenn du also feststellst, dass deine Haut zeitweise spannt, sich trocken anfühlt oder fahl aussieht, obwohl du sonst keine Probleme mit deiner Haut hast, lohnt sich ein genauerer Blick: Möglicherweise ist deine Haut einfach dehydriert.

Typische Anzeichen für dehydrierte Haut

  • Spannungsgefühle (besonders nach der Reinigung)

  • Blass-grauer oder fahler Teint

  • Diffuse Rötungen

  • Feine Trockenheitsfältchen, besonders um die Augen und an der Stirn

  • Juckreiz oder leichtes Brennen

  • Gleichzeitiger Fettglanz und Spannungsgefühl

  • Make-Up setzt sich in den Fältchen ab.

SELBSTTEST

Ist deine Haut dehydriert?

Viele Betroffene verwechseln dehydrierte Haut mit trockener Haut – oder nehmen die Symptome gar nicht bewusst war. Mit diesen kurzen Selbsttest kannst du erste Hinweise erkennen – beantworte folgende Fragen mit “Ja” oder “Nein”:

  • Fühlt sich deine Haut nach der Reinigung gespannt oder unangenehm an?

  • Siehst du feine Linien oder Fältchen – besonders bei mimikstarker Haut?

  • Wirkt dein Teint manchmal fahl oder ungleichmäßig rötlich gefleckt, obwohl du ausreichend Pflege benutzt?

  • Setzt sich Make-Up bei dir schnell in kleinen Fältchen oder trockenen Stellen ab?

  • Hast du das Gefühl, dass deine Haut gleichzeitig fettet und trotzdem spannt?

  • Verändert sich dein Hautbild saisonal – beispielsweise im Winter oder bei trockener Heizungsluft?

Auswertung: Schon bei zwei oder mehr “Ja”- Antworten lohnt es sich, gezielt auf Feuchtigkeitspflege zu setzen.

Ursachen für dehydrierte Haut

Warum verliert die Haut plötzlich so viel Feuchtigkeit, selbst wenn man regelmäßig pflegt? Der dehydrierte Zustand entsteht nicht zufällig: Meist steckt ein Zusammenspiel aus äußeren Einflüssen und inneren Faktoren dahinter. Anders als bei trockener Haut, die genetisch bedingt ist, ist dehydrierte Haut oft eine Reaktion auf Umweltreize, Pflegefehler oder Lebensstilgewohnheiten.

Typische Auslöser für dehydrierte Haut sind:

  • Umweltfaktoren wie trockene Heizungsluft, Kälte, Sonne oder Wind

  • Falsche Hautpflege, beispielsweise aggressive Reinigung oder reizende Wirkstoffe

  • Innere Einflüsse: Stress, Schlafmangel oder unausgewogene Ernährung

  • Geringe Wasseraufnahme durch unzureichendes Trinken

  • Medikamenteneinnahme oder hormonelle Veränderungen

Was hilft bei dehydrierter Haut?

Bei dehydrierter Haut ist das Pflegeziel klar: Die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgen und ergänzend die Barrierefunktion stärken.

  • Sanfte Reinigung ohne austrocknende Tenside (Waschsubstanzen)

  • Hydratisierende Toner, Seren und Cremes mit feuchtigkeitssendenden und feuchtigkeitsbindenden Inhaltstoffen

  • Meide Hautpflege mit potenziell hautreizendem Alkohol (INCI: Alcohol oder Alcohol denat.)

  • Nutze Sonnenschutz, denn UV-Strahlung verschärft den Wasserverlust

  • Ausreichend trinken

Welche Inhaltsstoffe spenden nachhaltig Feuchtigkeit?

Wenn du deine dehydrierte Haut gezielt pflegen möchtest, kannst du auf folgende Inhaltsstoffe achten:

  • Ectoin: Schützt die Hautzellen vor Stressfaktoren und bildet eine feuchtigkeitsspeichernde Wasserhülle. Ectoin ist ideal bei dehydrierter, empfindlicher oder gereizter Haut.

  • Hyaluronsäure: Kann ein Vielfaches ihres Eigengewichtes an Wasser binden. Hyaluronsäure legt sich als schützender und feuchtigkeitsbindender Film auf die Hauf und lässt sie prall, geglättet und frisch erscheinen.

  • Glycerin: In der Kosmetik gilt Glycerin als Basiswirkstoff, der Wasser aus der Umgebung bindet und es effektiv in der Haut hält. Dieser Feuchtigkeitsmagnet ist verträglich und sehr wirkungsvoll.

  • Panthenol: Neben seinen hautberuhigenden Eigenschaften verfügt Panthenol auch über barrierestabilisierende Wirkung.

  • Natürliche Feuchthaltefaktoren: Milchsäure, Aminosäuren oder bestimmte Salze werden unter dem Sammelbegriff der Natürlichen Feuchthaltefaktoren (NMF) zusammengefasst. NMF sind hauteigene Stoffe, die Feuchtigkeit anziehen und binden.

  • Dimethicone: Dieser hautverträgliche Stoff hilft dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu bewahren, ohne die Poren zu verstopfen. Dimethicone legt sich als Schutzschicht auf die Haut und verhindert übermäßigen Wasserverlust.

Hautpflege-Tipps für dehydrierte Haut

Du hast also festgestellt: Deine Haut ist nicht trocken, sondern dehydriert. Was nun? Keine Sorge. Mit der richtigen Pflege lässt sich der Wasserhaushalt deiner Haut wieder gut ins Gleichgewicht bringen. Wichtig ist vor allem, die Haut nicht zusätzlich zu reizen und gezielt auf hydratisierende Produkte zu setzen.

Diese Tipps helfen dir dabei, deine Pflege gezielt auf die Bedürfnisse feuchtigkeitsarmer Haut abzustimmen:

  • Reinigung: Falls deine Haut tagsüber nicht stark nachfettet, reicht morgens eine Reinigung mit lauwarmem Wasser. Nutze nur abends ein dezidiertes Reinigungsprodukt mit milder, pH-hautneutraler Formel.

  • Layering: Trage auf die gereinigte Haut feuchtigkeitsspendende Toner und Seren auf, um zusätzlich Feuchtigkeit zu liefern.

  • Feuchtigkeit einschließen: Verwende stets eine Feuchtigkeitscreme zum Abschluss deiner Routine. Um den Wasserverlust zu minimieren kannst du beispielsweise abends auf eine okklusive Pflege setzen, die beispielsweise Squalan, Dimethicone oder Petrolatum enthält.

  • Nach dem Duschen: Creme deine Haut nach der Dusche immer ein, am besten, wenn sie noch leicht feucht ist.

  • Peelings reduzieren: Auf mechanische Peelings verzichten und bei chemischen Peelings die Anwendungshäufigkeit an das Hautbedürfnis anpassen – weniger ist mehr!

 

Porträt einer Frau mit langen braunen Haaren, die eine schwarze Jacke über einem schwarzen Oberteil trägt und lächelt.

Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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