Ein wichtiger Aspekt für eine intakte und gesunde Hautbarriere stellen die Barrierelipide dar. Wurde die Hautbarriere durch falsche oder mangelnde Pflege beeinträchtigt, kann dies zu einer chronischen Schädigung führen. Oftmals zeigen sich Ekzeme, Dermatosen oder sehr empfindliche, trockene und sensible Haut. Eine Anpassung der Hautpflege kann daher Linderung verschaffen:
Lipidgehalt erhöhen
Oftmals zeigen trockene und sensible Hautzustände ein Ungleichgewicht hinsichtlich ihres Lipidgehalts. Daher ist es sinnvoll, Pflegeprodukte zu verwenden, die Komponenten der Hautbarriere bereitstellen, wie etwa Fettsäuren, Cholesterol oder Ceramide. Vor allem Ceramide sind interessant, denn ein hoher Ceramidgehalt in der Haut ist ein Zeichen für eine gesunde, widerstandsfähige Barrierefunktion.
Hautphysiologie berücksichtigen
Die Haut besitzt einen leicht sauren pH-Wert von etwa 5,5. Pflegeprodukte sollten auf diesen Wert abgestimmt sein, um den Säureschutzmantel zu erhalten. Besonders gut verträglich sind pH-hautneutrale Produkte, die helfen, die Hautbarriere zu stabilisieren. Die Verwendung von Produkten mit hohen pH-Werten (echte Seife), stören den Säureschutzmantel und damit langfristig auch die Hautbarriere.
Feuchthaltemittel schützen vor Austrocknung
Eine geschwächte Hautbarriere verliert leichter Wasser, was zu Trockenheit und reduzierter Regenerationsfähigkeit führt. Feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Glycerin, Hyaluronsäure, Urea oder Natürliche Feuchthaltefaktoren helfen, den Wassergehalt der Haut zu stabilisieren und die natürliche Heilung zu unterstützen.