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Ein Mann mit nacktem Oberkörper steht im Wasser und lacht, während er von Wassertropfen umgeben ist.

Wie oft sollte man duschen?

Die Frage klingt banal – schließlich gehört Duschen für viele zur täglichen Routine. Doch wie so oft gibt es auch beim Duschen ein zu wenig und ein zu viel: Wer zu selten duscht, riskiert Hygieneprobleme. Wer zu oft duscht, kann die Hautbarriere schädigen. Was also ist das richtige Maß – für saubere, gepflegte und gesunde Haut?

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

Kurz und knapp: Wie oft sollte man duschen?

  • Faustregel: 2–3x pro Woche reicht oft aus, tägliches Duschen nur bei Bedarf

  • Risiken bei zu häufigem Duschen: Austrocknung, Irritationen, gestörte Hautbarriere

  • Empfehlung: lauwarm duschen, milde pH-hautneutrale Reinigungsprodukte verwenden

  • Pflege danach: rückfettende Lotionen oder Cremes zur Feuchtigkeitsbewahrung

Wie oft sollte man duschen – gibt es eine Faustregel?

Die einfache Antwort: Es kommt darauf an. Für gesunde Haut ist tägliches Duschen meist nicht notwendig. Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) empfiehlt – je nach Hauttyp – 2 bis 3 Duschvorgänge pro Woche. Wer stark schwitzt, Sport treibt oder körperlich arbeitet, kann natürlich häufiger duschen – achte dabei auf eine schonende Routine, um deine Haut zu schonen: nicht zu heißes Wasser, milde Reinigungsprodukte und anschließende Hautpflege.

Expert Tip

Je empfindlicher oder trockener deine Haut ist, desto seltener und sanfter solltest du duschen.

Was passiert bei zu häufigem Duschen?

Eine intakte Hautbarriere wirkt wie ein Schutzschild gegen Umwelteinflüsse und Wasserverlust. Zu häufiges Duschen – insbesondere mit heißem Wasser oder aggressiven Reinigungsprodukten – kann der Hautbarriere jedoch schaden. Das bemerkst du etwa daran, dass die Haut trocken wird, spannt, zu Rötungen neigt oder juckt. Grund dafür ist, dass durch zu häufiges und zu warmes Wasser hauteigene Lipide aus der Haut gespült werden können – fehlen diese, dann kann sich das auf die Stabilität der Hautbarriere auswirken.

Typische Folgen von übermäßigem Duschen:

  • Austrocknung der Haut

  • Schwächung der Hautbarriere

  • Entstehung von Mikroentzündungen

  • Verschlechterung von Hauterkrankungen wie Ekzemen oder Neurodermitis

Wichtig

Die Balance zwischen zu viel und zu wenig Duschen

Wo es ein “zu viel” gibt, gibt es theoretisch auch ein “zu wenig”. Doch in der Praxis duschen wir vermutlich ohnehin regelmäßig, sei es nach dem Sport oder aus Gewohnheit. Eine bedarfsgerechte Dusche ist gründlich und mild zugleich, um Talg, abgestorbene Hautzellen, Umweltpartikel oder Schweiß von der Haut zu waschen. Das unterstützt die Haut dabei gesund zu bleiben und außerdem bleibt die natürliche Flora der Haut im Gleichgewicht.

Was sagt die Haut über deine Duschgewohnheiten?

Der Hautzustand ist oftmals ein Indikator dafür, ob du tendenziell „zu viel“ oder „zu wenig“ duschst:

  • Wenn du nach dem Duschen trockene oder spannende Haut hast, dann hast du möglicherweise zu heiß oder zu häufig geduscht oder zu intensive Reinigungsprodukte verwendet.

  • Zeigt deine Haut Irritationen, Juckreiz oder Rötungen, dann sind das oft Zeichen einer gestörten Hautbarriere, die durch zu warmes Duschen und das damit verbundene Auswaschen hauteigener Lipide entstehen kann.

  • Fettet deine Haut nach dem Duschen schnell nach oder zeigt Pickel, dann ist das ein Hinweis auf einen öligen Hauttyp, der sich anhand einer erhöhten Talgproduktion zeigt. In diesem Falle hast du weder zu viel noch zu wenig geduscht, es ist schlichtweg die erhöhte Aktivität deiner Talgdrüsen, die deine Haut nachfetten lässt. Auch wenn eine intensive und besonders gründliche Reinigung verlockend klingt, achte auf eine hautschonende Duschroutine: nicht zu heiß, nicht zu häufig.

  • Hast du immer wieder Pickel und Mitesser am Rücken, dann könnte es sein, dass Reste deiner Haarspülung auf dem Rücken verblieben sind, die zu Unreinheiten, verstopften Poren oder öliger Haut führen können.

Tipps für hautfreundliches Duschen

  • Lauwarmes statt heißes Wasser: Zu heißes Wasser kann Lipide aus der Hautbarriere lösen. Auch wenn sich eine heiße Dusche besonders an kalten Wintertagen schön anfühlt – eine Wassertemperatur von maximal 38 °C ist optimal.

  • Kurz duschen: 2–5 Minuten reichen meist vollkommen aus.

  • Milde, pH-hautneutrale Produkte verwenden: Idealerweise im Bereich des hautneutralen pH-Wertes (pH 5,5) – so bleibt das natürliche Hautmikrobiom intakt. Verzichte auf Reinigungsprodukte mit physikalischen Peelingpartikeln.

  • Nicht täglich den ganzen Körper einseifen: Oftmals ist für Arme, Beine oder Rücken Wasser vollkommen ausreichend. Für stark schwitzende, geruchsanfällige Zonen (Achseln, Füße, Intimbereich) oder wenn du Sonnencreme verwendet hast, eignen sich sanfte Duschgele.

  • Sanft abtrocknen und rückfetten: Nicht mit dem Handtuch über die Haut rubbeln! Nach dem Trocknen eine pflegende Lotion auftragen – besonders bei trockener Haut, im Winter oder häufigem Duschen.

Welche Pflegestoffe schützen die Haut nach dem Duschen?

Für eine geschmeidige, genährte und regenerierte Haut nach dem Duschen sind folgende Inhaltsstoffe empfehlenswert – sie unterstützen die Hautbarriere, spenden Feuchtigkeit und lindern Irritationen oder Juckreiz:

Glycerin & Urea

Diese feuchtigkeitsbindenden Wirkstoffe helfen, die Haut nach dem Duschen geschmeidig zu halten und Trockenheit vorzubeugen. Glycerin und Urea wirken hygroskopisch, das heißt, sie ziehen Wasser an und binden es in der Haut.

Sheabutter, Caprylic/Capric Triglyceride & Fettalkohole

Diese rückfettenden Komponenten stärken die Hautlipide und glätten raue Stellen. Besonders Sheabutter liefert wertvolle ungesättigte Fettsäuren, während Caprylic/Capric Triglyceride als leichter Emollient die Haut weich macht. Gut ausgewählte Fettalkohole – wie Cetearyl Alcohol – pflegen die Haut zusätzlich, ohne sie zu reizen.

Fettsäuren & Ceramide

Fettsäuren und Ceramide sind natürliche Lipidbausteine, die essenziell für eine intakte Hautbarriere sind und helfen, Feuchtigkeit zu speichern und die Haut zu schützen.

Dimethicone

Das hautschützende und reizarme Silikonöl Dimethicone glättet die Hautoberfläche, verhindert Feuchtigkeitsverlust und schützt sensible Haut.

Ectoin & Zink

Ectoin stabilisiert die Hautbarriere, wirkt beruhigend und schützt vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung oder urbaner Luftverschmutzung. Zink wirkt entzündungshemmend und antibakteriell – ideal bei empfindlicher oder zu Unreinheiten neigender Haut.

Bisabolol und Panthenol

Bisabolol ist ein besonders milder Inhaltsstoff, der Rötungen lindert, Reizungen entgegenwirkt und auch für die Pflege sensibler oder Babyhaut geeignet ist. Panthenol wirkt ebenfalls beruhigend, regenerierend und ist ideal bei irritierter oder empfindlicher Haut.

Eine Frau mit langen, glatten, braunen Haaren, die ein schwarzes Oberteil und einen Blazer trägt, lehnt an einer weißen Wand und blickt in die Kamera.

Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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