Ein Diffusor verteilt die Luft breiter und sanfter. Genau das brauchen die Curls, weil die Strähnen nicht wild herumgewirbelt werden, sondern in ihrer natürlichen Form trocknen dürfen. So erreichst du ein stimmiges Curl Pattern, das gewollt und nicht chaotisch wirkt. Ideal ist eine niedrige bis mittlere Temperatur und eine sanfte Gebläsestufe. So trocknest du kontrolliert, ohne die Locken auszutrocknen.
Für extra Definition lohnt sich ein kleiner Perspektivwechsel. Kopf leicht nach vorne oder zur Seite neigen, Locken behutsam in den Diffusor legen und kurz ruhig halten, statt ständig in Bewegung zu sein. Dieses ruhige Trocknen gibt der Locke Zeit, sich zu formen. Dieses ruhige Trocknen hilft der Locke, ihre Form zu behalten. Wenn du mehr Volumen willst, arbeitest du dich näher an den Ansatz. Wenn du mehr Länge und weniger Puff möchtest, fokussierst du stärker auf die Längen und lässt den Ansatz etwas entspannter. Geduld zahlt sich aus, denn je sanfter die Trocknung, desto glänzender und definierter wirkt das Finish. Hitze ist nicht per se der Feind, aber sie braucht Regeln. Ein Hitzeschutz gehört immer dazu, weil er die Oberfläche schützt und Feuchtigkeit im Haar besser bewahrt. Auch ein kurzer Kaltluft-Moment am Ende kann helfen, die Oberfläche zu glätten und dem Look mehr Halt zu geben. Am besten gehst du den Prozess des Locken föhnens geordnet und konzentriert an, nimm dir Zeit, um alle Locken in einem Sitting zu föhnen. So erreichst du ein gleichmäßiges Ergebnis.
Sanftes trocknen: Haare nach dem Waschen nur sanft ausdrücken und mit Baumwoll T -Shirt oder Mikrofaserhandtuch antrocknen, ohne Reibung.
Care & Definition: Gib ein Leave in in die noch feuchten Längen, danach je nach Bedarf Lockencreme oder Gel. Arbeite das Produkt von unten nach oben ein, indem du die Locken sanft einknetest. So unterstützt du die natürliche Bündelung. Achte darauf, dass du die Produkte wirklich in den Längen verteilst und nicht am Ansatz überlädst, damit die Locken später nicht schnell „schwer“ wirken.
Scheitel setzen: Setze den Scheitel grob so, wie du ihn tragen möchtest. Teile das Haar dann in wenige, sinnvolle Partien, zum Beispiel den Hinterkopf und beide Seiten. Das sorgt dafür, dass du gleichmäßig trocknest und nicht an manchen Stellen zu lange föhnst, während andere noch sehr nass sind. Je strukturierter du arbeitest, desto ruhiger wird das Ergebnis.
Mit Diffusor trocknen: Stelle den Föhn auf niedrige bis mittlere Wärme und eine sanfte Gebläsestufe. Lege die Locken portionweise in den Diffusor, führe ihn an die Haarspitzen und „sammle“ die Locken nach oben Richtung Kopf. Dann hältst du den Diffusor einige Sekunden ruhig, statt zu kreisen oder ständig zu bewegen. Dieses ruhige Trocknen verhindert, dass sich die Locken auflösen oder aufplustern. Arbeite dich Partie für Partie vor, ohne die Locken zwischendurch zu zerzausen.
Volumen am Ansatz schaffen: Wenn die Längen etwa siebzig bis achtzig Prozent trocken sind, kannst du vorsichtig näher an den Ansatz gehen. Das ist der Punkt, an dem du Volumen gezielt steuern kannst, ohne Frizz zu provozieren. Für mehr Ansatzvolumen diffundierst du näher an der Kopfhaut, weiterhin mit ruhigen Bewegungen und niedriger Gebläsestufe. Wenn du weniger Puff und mehr Länge möchtest, bleibst du stärker in den Längen und lässt den Ansatz entspannter trocknen.
Let it cool: Zum Schluss kurz mit Kaltluft finishen und die Locken vollständig auskühlen lassen, bevor du sie anfasst.
Beim Diffusor-Föhnen gilt: lieber weniger Luftstrom und dafür etwas mehr Geduld. Zu viel Gebläse reißt die Locken auseinander und nimmt ihnen ihre natürliche Bündelung. Je ruhiger die Luft, desto definierter das Ergebnis.
Während des Föhnens solltest du die Locken möglichst in Ruhe lassen. Häufiges Anfassen stört die Form und fördert Frizz, noch bevor die Haare trocken sind. Das alles ist kein Zauberwerk und geht nach einer Weile ganz automatisch in eine Locken-Routine über.