In der Haar- und Hautpflege rücken immer wieder natürliche Inhaltsstoffe in den Fokus, die schon lange in anderen Kulturen verwendet werden. Dazu zählt auch Monoi-Öl, das traditionell auf Tahiti hergestellt wird und heute als pflegender Bestandteil moderner Beauty-Routinen geschätzt wird.
Seit Jahrhunderten wird es in Tahiti hergestellt und ist dort fester Bestandteil traditioneller Pflegegewohnheiten. Der Name „Monoi“ bedeutet übersetzt schlicht „duftendes Öl“, doch hinter dieser Schlichtheit verbirgt sich eine lange Geschichte, die fest mit der Tahitianischen Kultur verwoben ist. Denn der polynesischen Kultur gilt Monoi-Öl als heiliges Elixier. Es wird gewonnen, indem frische Blüten der Tiaré-Gardenie in hochwertigem Kokosöl mazeriert werden.
Mazerieren ist ein Begriff aus der Kosmetik sowie der Lebensmittel- und Pflanzenverarbeitung. Dabei werden feste Stoffe wie Blüten, Kräuter oder Früchte in einer Flüssigkeit wie Öl oder Alkohol eingelegt, damit ihre Wirkstoffe, Duftstoffe oder Aromen aufgenommen und übertragen werden.
Im Falle von Monoi-Öl bedeutet Mazerieren, dass die Tiaré-Blüten in Kokosöl eingelegt werden. Dabei geben die Blüten ihre wertvollen Inhaltsstoffe, pflegenden Wirkstoffe und den charakteristischen Duft an das Öl ab, ohne dass die Blüten selbst chemisch verändert werden.
Diese traditionelle Herstellung verleiht dem Öl nicht nur seinen unvergleichlichen, betörenden Duft, sondern auch seine besondere Wirkkraft. Schon seit Generationen nutzen die Menschen Polynesiens es, um Haut und Haar vor den Einflüssen von Sonne, Wind und Meer zu schützen und ihnen gleichzeitig Glanz und Geschmeidigkeit zu schenken.