Du bindest alle Haare zu einem Pferdeschwanz zurück, musst wenig später aber mit ansehen, wie feiner Flaum deinen Ansatz an Stirn, Schläfen und Nacken umrahmt? Höchstwahrscheinlich plustern sich hier Babyhaare – wissenschaftlich auch Vellushaare genannt – auf. Diese kurzen Härchen sind nur 0,3 Millimeter dick und können ziemlich widerspenstig sein. Auch wenn sie dich beim Styling von sleeken Styles oder Flechtfrisuren ganz schön stören können, sind sie eigentlich ein Grund zur Freude: Denn hier wachsen neue Haare nach. Das bedeutet, dass deine Kopfhaut gesund ist und dass deine Haarfollikel optimal mit allen Nährstoffen versorgt sind. Und da du pro Tag auch 80 bis 100 Haare verlierst, ist das Nachwachsen von neuen Härchen ein ganz normaler Prozess.
Gefühlt sind deine Ansatz-Härchen aber immer da und werden nie zu langen Haaren? Das könnte daran liegen, dass die Vellushaare es an diesen Stellen einfach seltener schaffen, zu den stärkeren "Terminalhaaren” heranzuwachsen: Sie fallen vorher aus, meist, wenn sie nur ein paar Zentimeter lang sind. Auf diese Weise begleiten dich die Babyhaare am Ansatz nonstop. Je krauser deine Haare von Natur aus sind, desto stärker kann sich der Babyflaum kringeln. Das unterscheidet ihn auch ganz gut von abgebrochenen Haaren, die ebenfalls vom Kopf abstehen können. Sie sind dicker, aber gerade und eventuell sogar gespalten.
Wichtig ist, dass du die Babyhaare niemals entfernst, sondern den richtigen Umgang mit ihnen lernst. Der besteht darin, sie clever zu fixieren oder genau das Gegenteil: sie zu betonen. Denn die verspielten Härchen sind auch Teil von vielen angesagten Styles und können richtig cool aussehen.
Die folgenden Styling-Tricks verraten dir, wie du die wilden Härchen entweder bändigen und kaschieren – oder in einen angesagten Look verwandeln kannst.