Die Pflege des Mikrobioms zielt darauf ab, das Gleichgewicht zu erhalten, schädliche Einflüsse zu minimieren und die natürlichen Schutzmechanismen der Haut zu stärken.
Milde, pH-hautneutrale Pflege verwenden
Produkte mit einem pH-Wert um 5,5 respektieren das natürliche Milieu der Haut und unterstützen das Mikrobiom.
Reinigungsgewohnheiten anpassen
Eine schonende, nicht aggressive Reinigung und die Verwendung von lauwarmem Wasser tragen dazu bei, das Mikrobiom zu bewahren.
Schutz vor Umweltstressoren
Antioxidantien in der Hautpflege können helfen, oxidativen Stress zu reduzieren und so indirekt die Mikrobenvielfalt auf der Haut stabil zu halten.
Probiotische, präbiotische und postbiotische Hautpflege
Präbiotika, Probiotika oder Postbiotika sind ein Trend in der Skincare. Sie sollen das Hautmikrobiom positiv beeinflussen. Schauen wir uns dazu zunächst an, was sich hinter den Begriffen jeweils verbirgt:
Präbiotika sind Nährstoffe, die das Wachstum nützlicher Mikroben (Probiotika) auf der Haut fördern sollen
Probiotika sind lebende Bakterien.
Postbiotika sind Bestandteile oder Stoffwechselprodukte der Bakterien, etwa Zellfragmente oder Fermente.
Während präbiotische und postbiotische Inhaltsstoffe einen gewissen Effekt auf die Haut haben können, steckt die probiotische Hautpflege noch in den Anfängen der Forschung. Aktuell existieren erste Studien, aber die robuste klinische Evidenz für viele kosmetische Produkte ist noch begrenzt und ein Einsatz in Hautpflege ist derzeit noch nicht umsetzbar.
In Hautpflegeprodukten wird dennoch häufig von „probiotischer Kosmetik“ gesprochen. Demnach müssten laut Definition in diesen Produkten lebende Mikroorganismen enthalten sein. Allerdings sind Probiotika in kosmetischen Formulierungen aufgrund von Haltbarkeit und Produktsicherheit kaum einsetzbar.