Prinzipiell ist auch zu Hause alles möglich, was im Salon angeboten wird und nur eine Frage des Skill-Levels – und der richtigen Produkte. Bist du aber noch kein Profi, lohnt es sich, wenn du dich an folgende Faustregel hältst: Färbe maximal zwei Nuancen heller oder dunkler. Für eine komplette Typveränderung à la Schwarz zu Platinblond lässt du lieber Profis ran. So bist du auf der sicheren Seite.
Haare dunkler färben
Möchtest du deine Haare dunkler färben, greifst du am besten zu einer Tönung. Wenn du das zum ersten Mal machst und noch nicht weißt, wie die Farbe auf deinem Haar aussehen wird, dann starte mit einer Nuance, die heller ist als dein Wunschton. Möchtest du deine Haare also hellbraun färben, wähle erst einmal ein dunkelblond aus. Ist dir das Ergebnis zu hell, kannst du deine Haare danach immer noch dunkler färben. Ist es aber zu dunkel, hellst du die Haare nur schwer wieder auf – besonders, wenn du eine Coloration verwendet hast.
Wenn du deine blonden Haare braun färben möchtest, ist das eine große Typ-Veränderung. Wahrscheinlich färbst du dein Haar damit mehr als nur zwei Nuancen dunkler. Deshalb raten wir dir: Lass einen Profi ans Werk. Ein*e Friseur*in berät dich umfassend – gemeinsam findet ihr heraus, welcher Braunton deinen Typ perfekt in Szene setzt.
Du willst es trotzdem selbst versuchen? Dann greife zu einem Braunton mit rötlichen Nuancen wie Kupfer. Der Grund: Wenn du ein gelbliches Blond mit einer Coloration in ein aschiges Braun verwandeln möchtest, kann ein Grünstich entstehen. Das liegt daran, dass aschiges Braun Blautöne enthält. Aus der Farbenlehre in der Schule wissen wir: Wenn wir Gelb und Blau mischen, ergibt das Grün. Die rötlichen Nuancen verhindern einen Grünstich – für ein Farbergebnis in sattem Braun.
Haare aufhellen
Bist du von Natur aus blond oder hast maximal hellbraune Haare, hellst du deine Haare mit einer Coloration auf, die einen kleinen Anteil Wasserstoffperoxid enthält. Wasserstoffperoxid ist ein Bleichmittel, das Farbpigmente aus deinem Haar herauslöst. So sorgt es dafür, dass deine Haare heller werden. Achtung: Lass lieber die Finger von Blondsprays. Finger weg von Blondsprays. Diese versprechen zwar eine "sanfte"Aufhellung, lassen im Haar aber einen schleichenden Bleaching Effekt entstehen, der nicht gestoppt werden kann. So können deine Haare schnell geschädigt werden.
Hast du schon blond gefärbte Haare oder möchtest du von ganz dunklem Naturhaar auf ein helles Blond wechseln, kommt eine Blondierung zum Einsatz. Sie enthält viel mehr Wasserstoffperoxid und bleicht deshalb selbst schwarzes oder dunkelbraunes Haar. Für ein perfektes Farbergebnis raten wir dir: Lass deine Haare von einem*r Friseur*in blondieren.
Graue Haare selber färben
Ergrautes Haar färbst du am besten mit einer Intensivtönung oder einer Coloration. Wenn du nur wenige graue Haare hast, deckst du sie mit einer Intensivtönung ganz einfach ab. Greife dabei zu einer Farbe, die eine Nuance heller ist als deine Naturhaarfarbe. Der Grund: Farben sehen auf grauem beziehungsweise weißem Haar intensiver aus als auf pigmentiertem Naturhaar. Greifst du bei vielen weißen Haaren zu einer sehr dunklen Intensivtönung, kann das dazu führen, dass das Farbergebnis fleckig wirkt.
Wenn du sehr viele graue Haare hast, nutzt du am besten eine Coloration. Sie lässt die weißen Strähnen verschwinden. Vielleicht wäre es aber auch einen Versuch wert, deine silberblonde Mähne lieben zu lernen? So schonst du dein Haar zusätzlich. Gefällt dir deine Grau-Nuance nicht, kreierst du mit Tönungen edle silberne Reflexe.