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Kosmetik

Vaseline

Vaseline kennen die meisten von uns bereits aus der Kindheit: eine eher schmierige bis fettige Substanz, die pur aufgetragen nicht gerade das angenehmste Hautgefühl hinterlässt. Dennoch findet Vaseline immer wieder Einzug in viele Pflegeroutinen – obwohl ihr seit einigen Jahren ein eher schlechter Ruf nacheilt. Weshalb Vaseline für die Hautpflege nach wie vor relevant ist und warum sich ein genauer Blick auf eines der ältesten Pflegeprodukte der modernen Hautpflegeindustrie lohnt, erfährst du hier.

Fachgeprüfte Informationen:
dank der Biochemikerin
Dr. S. Schunter aus München.

Faktenübersicht Vaseline:

  • Inhaltsstofflisten-Name (INCI): Petrolatum
  • Wirkung: pflegend, feuchtigkeitsbewahrend, schützend
  • Anwendungsempfehlung: vor allem in Cremes, Lotionen und Lippenpflegeprodukte
  • Hauttypen: besonders bei sehr trockener gereizter und barrieregestörter Haut

Vaseline – die Grundlagen

Während Vaseline genaugenommen nur eine Art Ruf- oder Handelsname ist, lautet die korrekte Bezeichnung für diesen Inhaltsstoff „Petrolatum“. Die Bezeichnung gibt bereits Hinweise auf die Herkunft. Petrolatum (nicht zu verwechseln mit Petroleum) ist ein aus Mineralöl stammendes Gemisch an sogenannten Kohlenwasserstoffverbindungen. Dieses Gemisch besteht aus einem flüssigen (70-90%) und einem festen Anteil (10-30%).

Noch immer vermuten viele Verbraucher, Vaseline sei ein Abfallprodukt der Erdölgewinnung und folglich ein potenziell verunreinigter Stoff. Doch vielmehr ist es so, dass Vaseline beziehungsweise Rohvaseline hier als Nebenprodukt auftritt. Diese Rohvaseline wird für den Einsatz in der Pharmazie und in der Pflegekosmetik über verschiedene Reinigungsschritte zu Vaseline weiterverarbeitet. Die so gewonnene Vaseline hat mit ihrem Ausgangsprodukt, dem schwarzen und dickflüssigen Erdöl, nichts mehr gemein. Nach erfolgter Aufbereitung erscheint Vaseline als gelbliche bis weiße halbfeste Masse, wobei der Unterschied darin besteht, dass weiße Vaseline im Gegensatz zu gelber Vaseline weniger gesättigte und aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH und MOAH) enthält. Verbindungen, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein und unter anderem bis heute das negative Image von Vaseline prägen.

Für die pharmazeutische und kosmetische Anwendung gewonnene Vaseline ist ein hochreines Produkt. Die Mengen an MOSH und MOAH sind sowohl in gelber als auch weißer Vaseline sehr gering, sodass kein Gefährdungspotenzial von der Verwendung von Vaseline ausgeht. Dies ist auch laut EU-Kosmetikordnung über die Unbedenklichkeit kosmetischer Inhaltsstoffe ausreichend gesichert. Vaseline ist demnach, entgegen vieler urbaner Mythen, nicht krebserregend.

So wirkt Vaseline auf die Haut

Vaseline ist ein sogenanntes Okklusivum (lat. abdecken, abdichten). Komplett abdichtend wirkt sie jedoch erst, wenn sie pur und in sehr großer Menge aufgetragen wird. Da das wiederum kein angenehmes Hautgefühl hinterlässt, verspüren wir in der Regel nicht den Drang, unser komplettes Gesicht mit Vaseline einzucremen. Wird die Vaseline stattdessen als Bestandteil eines Pflegeproduktes verwendet, überwiegen in der Regel die positiven Eigenschaften.

Vaseline und ihre Pflegeeigenschaften:

  • Legt sich als Film auf die Haut: dieser Film wirkt schützend vor äußeren Einflüssen
  • Schützt vor transepidermalem Wasserverlust (TEWL) und bewahrt die Haut vor dem Austrocknen
  • Kann die Regeneration der Hautbarriere unterstützen
  • Sehr gute Verträglichkeit und reizarm
  • Geeignet zur Pflege sehr trockener, sensibler oder irritierter Hautzustände wie etwa schuppige und rissige Haut.

Vaseline in Hautpflegeprodukten

Um eines vorwegzunehmen: die Anwendung von purer Vaseline ist nur in bestimmten Fällen sinnvoll. Etwa zur stellenweisen und zeitlich begrenzten Behandlung einzelner, besonders pflegebedürftiger Stellen. Vaseline eignet sich auch, um den Wasserverlust der Haut temporär auf ein Minimum zu reduzieren. Für die regelmäßige Verwendung oder eine langfristige Behandlung, ist pure Vaseline jedoch nicht unbedingt das Mittel der Wahl. Zum einen kann sie die Haut bei sehr exzessiver Anwendung aufquellen und sogar austrocken lassen. Zum anderen sind die Mengen an Vaseline, die für diese Effekte nötig sind, mit einem überaus unangenehmen Hautgefühl verbunden.

Sprechen wir also von Vaseline in Hautpflegeprodukten, ist in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht die Anwendung reiner Vaseline gemeint. Vielmehr geht es um Vaseline beziehungsweise Petrolatum als Bestandteil eines Pflegeproduktes. Eingebettet in eine kosmetische Formulierung entfaltet Petrolatum eine pflegende und feuchtigkeitsbewahrende Wirkung. Vor allem in reichhaltigen Cremes wie Nachtcremes, Heilsalben und Wundcremes, aber auch Cremes für sehr trockene und strapazierte Haut findet sich häufig Petrolatum gemeinsam mit weiteren Pflegestoffen wie Glycerin, Hyaluronsäure, Squalan oder Antioxidantien.

EXKURS: Trockene Lippen trotz Lippenpflege?

Sicher kennen viele das Phänomen Petrolatum-haltiger Lippenpflegestifte: bei regelmäßiger Verwendung scheint der Griff zum Lippenpflegestift immer häufiger zu werden, während gleichzeitig die Lippen immer trockener werden – es scheint eine Art Teufelskreis zu sein. Man kann nicht ohne, aber mit scheint auch keine dauerhafte Linderung in Sicht.

Grund für diese Beobachtung ist die einseitige und zu intensive Verwendung hoher Mengen an Petrolatum. Die Dosis macht das Gift: statt die Haut zu pflegen, wird der natürliche Austausch von Wasser nahezu vollständig unterbunden. Grob kann man sich das so vorstellen: Das Wasser staut sich in der Haut, sodass die natürliche Hautbarriere aufquillt, um das überschüssige Wasser entweichen zu lassen.

Das Ergebnis ist eine gestörte Hautbarriere, die nun umso leichter Wasser verliert und die sich durch das erneute Auftragen einer Petrolatum-haltigen Lippenpflege nicht ausreichend regenerieren lässt. In diesem Fall überwiegen die negativen Eigenschaften von Petrolatum, der Haut fehlen die wichtigen Strukturkomponenten und eine Regeneration ist kaum möglich. Dennoch tritt dieser Effekt wirklich überaus selten auf und ist weniger ein Zeichen dafür, dass Vaseline nicht sinnvoll für die Hautpflege ist, sondern ist im Gegenteil eher Hinweis für eine falsche Anwendung.

Fazit

Die Haut kann Vaseline nicht aktiv verwerten. Stattdessen liegt die Pflegewirkung einem physikalischen Prinzip zugrunde, denn Vaseline legt sich als Film auf die Haut. In der richtigen Menge bewirkt dieser Film eine Reduktion des Wasserverlustes und ermöglicht so eine Regeneration trockener und sehr trockener Haut. Am nachhaltigsten ist die Wirkung vor allem dann, wenn Vaseline nicht pur (kann zwar kurzfristig Linderung verschaffen), sondern als Bestandteil einer sinnvoll formulierten Pflege zum Einsatz kommt.

FAQ Vaseline

Verursacht Vaseline Hautunreinheiten und Akne?

Vaseline ist nicht komedogen und steht nicht im Zusammenhang mit einer Entstehung von Unreinheiten oder Förderung von Akne. Dennoch ist jede Haut stets individuell zu betrachten.

Verstopft Vaseline / Petrolatum die Haut?

Vaseline ist zwar für sich betrachtet ein okklusiver Stoff, im üblichen Anwendungsfall dichtet sie die Haut aber nicht vollständig ab. Das ließe sich nur durch den Auftrag einer sehr dicken Schicht reiner Vaseline erzielen. Dies ist jedoch kein gängiger modus operandi, da das Hautgefühl überaus unkomfortabel ist. Im Kontext einer Pflegeroutine wird Vaseline selten pur, eher als Bestandteil eines Pflegeprodukts verwendet. Daher ist hier auch keine umfassende Okklusion zu erwarten. Auch die Vermutung Vaseline hindere die Haut am atmen ist nicht korrekt. Anders als etwa Amphibien kann der Mensch nicht über die Haut atmen. Die Haut kann von sich aus keinen Sauerstoff aufnehmen oder austauschen, dies kann nur die Lunge bewerkstelligen.


Vaseline / Petrolatum und Clean Beauty: ein Widerspruch?

Der Begriff „Clean Beauty“ ist nicht klar umrissen und wird von verschiedenen Herstellern derzeit noch unterschiedlich definiert. Grundsätzlich beschreibt Clean Beauty jedoch den Anspruch einer möglichst naturnahen und hautphysiologischen Pflege. Im Vergleich zur konventionellen Hautpflege wird hierbei bewusst auf bestimmte Substanzen, wie Duftstoffe, Sulfate, Silikone, Parabene oder Mineralöle verzichtet. Als Mineralöl-Abkömmling wird daher auch Vaseline / Petrolatum aus Produkten mit einem Clean Beauty Anspruch gestrichen.

Ein Hinweis für qualitativ hochwertigere oder kosmetisch wirksamere Produkte ist die Klassifizierung in clean oder nicht clean jedoch nicht. In beiden Kategorien finden sich gleichermaßen weiße und schwarze Schafe. Die Entscheidung für Clean Beauty oder konventionelle Kosmetik ist meist eine persönliche Verbraucherentscheidung.

Über die Autorin Dr. Sarah Schunter:

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Dr. Sarah Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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Literaturangaben

Lodén, Role of topical emollients and moisturizers in the treatment of dry skin barrier disorders. Am J Clin Dermatol. 2003;4(11):771-88.

Purnamawati et al., The Role of Moisturizers in Addressing Various Kinds of Dermatitis: A Review. Clin Med Res. 2017 Dec;15(3-4):75-87.

Lodén, Effect of moisturizers on epidermal barrier function. Clin Dermatol. 2012 May-Jun;30(3):286-96

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