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Hautpflege-Guide

Panthenol

Sensible, gereizte, trockene oder feuchtigkeitsarme Haut reagiert häufig mit Juckreiz, Rötungen oder einem Spannungsgefühl. Hier gilt es die Hautbarriere zu stabilisieren und den Feuchtigkeitsgehalt zu verbessern. Dies lässt sich durch eine Vielzahl von hautpflegenden Stoffen erzielen – ganz vorne mit dabei und dabei herrlich unkompliziert: Panthenol. Da es gut über die Haut aufgenommen wird, gelangt es schnell zum Ort des Geschehens, um dort seine Wirkungen zu entfalten.

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

Panthenol im Überblick

  • Inhaltsstofflisten-Name (INCI): Panthenol
  • Wirkung: beruhigend, regenerierend, hydrierend
  • Anwendungsempfehlung: vor allem in Seren, Cremes und Lotionen
  • Hauttypen: bei empfindlicher, sensibler und gereizter Haut

Panthenol: Die Grundlagen

Panthenol, auch Provitamin B5 genannt, wird im Körper zu Pantothensäure (Vitamin B5) umgewandelt, welche ihrerseits weiter zu Coenzym A umgewandelt wird . Diese Umwandlung ist deshalb interessant, weil Coenzym A unter anderem im Hautstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt: es ist an der Bildung von Fettsäuren und Hautlipiden beteiligt, die entscheidende Komponenten einer gesunden Hautbarriere sind. 

Doch Panthenol wirkt nicht nur indirekt als Vorläufer anderer Signalstoffe, es wirkt auch direkt auf die Haut, indem es den Feuchtigkeitsgehalt verbessert und die Regenerationsfähigkeit steigert. Panthenol bzw. Pantothensäure werden dem Körper über pflanzliche und tierische Lebensmittel zugeführt. Aber auch die Haut kann Panthenol in nicht unerheblichem Maße resorbieren. Das liegt daran, dass Panthenol ein sehr kleines und gut hautgängiges Molekül ist.

Tatsächlich sind die positiven Effekte von Panthenol auf die Haut schon recht lange bekannt: bereits 1944 kam die erste Pflegecreme mit Panthenol, genauer gesagt Dexpanthenol, auf den Markt.

Exkurs

Was ist der Unterschied zwischen Panthenol und Dexpanthenol?

Panthenol ist genaugenommen kein einzelner Stoff, sondern immer eine Mischung von sogenanntem links- und rechtsdrehendem Panthenol. Beide Formen sind für die Hautpflege relevant, denn sie befeuchten, beruhigen und regenerieren die Haut. 

Oft wird jedoch auf Pflegeprodukten, besonders im Apothekenbereich, statt Panthenol explizit Dexpanthenol ausgewiesen. Diese Bezeichnung wird immer dann genutzt, wenn statt der Mischung aus links- und rechtsdrehendem Panthenols, explizit nur rechtsdrehendes Panthenol enthalten ist. Dexpanthenol leitet sich dabei aus dem Lateinischen „dexter“ = „rechts“ ab. 

Warum ist nun aber Dexpanthenol eine extra Erwähnung wert? Das liegt daran, dass diese Form des Panthenols im Körper bei bestimmten biochemischen Reaktionen genutzt werden kann. Nämlich bei der oben beschriebenen Umwandlung von Panthenol zu Coenzym A – damit trägt Dexpanthenol zur Herstellung wichtiger Hautlipide bei. Das linksdrehende Panthenol kann dies nicht, da es vom Körper im Kontext dieser Reaktion nicht erkannt wird, denn es hat einen leicht anderen Aufbau als das rechtsdrehende Panthenol.

Die Wirkungen von Panthenol auf Haut und Haar

In der medizinischen Dermatologie wird Panthenol zur Wundheilung von Haut und Schleimhäuten angewendet. Diese Wirkung hat Panthenol auch den Einsatz in die Hautpflege geebnet, denn die wasseranziehende Eigenschaft des Panthenols verbessert die Hautfeuchtigkeit und unterstützt so die Stabilisierung und Regeneration der Hautbarriere. Daher profitieren besonders trockene, gereizte oder sensible Hauthautzustände von einer Pflege mit Panthenol.

Zusätzlich schützt Panthenol nicht nur die Haut, sondern auch die Haare vor äußeren, schädigenden Einflüssen. Shampoos oder Pflegespülungen mit Panthenol lassen das Haar glatter und glänzender aussehen, da sich Panthenol wie ein Film auf die Haare legt. 

Bis heute konnten im Zusammenhang mit Panthenol keine Allergien festgestellt werden. Daher eignet es sich für jeden Hauttyp und findet sich in einer Vielzahl verschiedener kosmetischer Zubereitungen. Besonders zu empfehlen ist die Anwendung in After-Sun-Lotionen, Haarpflegeprodukten, Duschgelen und in Pflegeprodukten für trockene, gereizte, sensible oder juckende Haut.

So wirkt Panthenol auf die Haut

  • Feuchthaltemittel: verbessert die Feuchtigkeit der Hornschicht 
  • Stabilisierend: stärkt die Hautbarriere
  • Regenerierend: unterstützt die Neubildung der Hautzellen
  • Festigend: Elastizität der Haut wird verbessert
  • Beruhigend: fördert die Wundheilung, mildert Juckreiz und wirkt entzündungshemmend

FAQ Panthenol

        

Eignet sich Panthenol bei Neurodermitis?

Neurodermitis, atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem – Synonyme für eine Hauterkrankung, die sich aufgrund einer Barrierestörung der Haut durch starken Juckreiz, Rötungen, Schuppungen und Ekzeme bemerkbar macht. Die Haut reagiert bei Neurodermitis besonders sensibel auf äußere Reize und benötigt eine milde, regenerierende Pflege. Das reizarme Panthenol mit seinen beruhigenden und barrierestabilisierenden Eigenschaften eignet sich daher besonders gut zur Pflege bei Neurodermitis.

Kann Panthenol die Wundheilung verbessern?

Zwar ist der zugrundeliegende biologische Wirkmechanismus bis heute nicht genau geklärt, doch es ist belegt, dass Panthenol die Wundheilung stark beschleunigen kann. So können Cremes oder Lotionen mit 2,5-5% Panthenol Wunden nicht nur schneller heilen lassen, auch die Regeneration und Elastizität der Haut ist deutlich verbessert. Pflegecremes und Salben zur Versorgung von Wunden oder Verletzungen, gereizter Baby-Popos oder juckender Haut enthalten daher häufig höhere Konzentrationen an Panthenol.

Was ist bei der Verwendung von Panthenol zu beachten?

Die Anwendung ist denkbar einfach, denn Panthenol findet sich in nahezu jedem Hautpflegeprodukt. Sehr trockene oder stark gereizte Haut profitiert besonders von Produkten mit Panthenol-Konzentrationen über 1%.

Über die Autorin Dr. Sarah Schunter:

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Dr. Sarah Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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Literaturangaben

[1] Abiko et al., Enzymatic conversion of pantothenylalcohol to pantothenic acid. J Vitaminol (Kyoto). 1969;15:59–69. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/5772215 

[2] Proksch et al., Topical use of dexpanthenol: a 70th anniversary article. J Dermatolog Treat. 2017 Dec;28(8):766-773. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28503966 

[3] Ring et al., Guidelines for treatment of atopic eczema (atopic dermatitis) part I. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2012;26:1045–60. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22805051