
Waxing selber machen: So geht's glatt
Wachs(streifen) auftragen, kurz warten, abziehen: Waxing ist eine effektive Methode, um die Härchen am Körper für bis zu vier Wochen loszuwerden. Das Wachs kann das ganze Haar umschließen und es mit der Wurzel aus der Haut herausziehen. Je nach Vorliebe hast du die Wahl zwischen Kalt- oder Warmwachs. Worauf es beim Waxing ankommt, liest du hier.
Inhalte im Überblick
Kurz & Knapp: So kannst du Waxing selber machen
Waxing ist eine Methode zur Haarentfernung, bei der du die Härchen an Beinen & Co mit Kaltwachsstreifen oder Warmwachs samt Wurzel aus der Haut herausziehst.
Kleinere Bereiche (Gesicht, Achseln, Bikinizone) enthaarst du am besten mit Kaltwachsstreifen, für größere Bereiche (Beine) verwendest du am besten Warmwachs.
Die Haare sollten für das Waxing eine Länge von 0,5 bis 1 Zentimeter haben, die Haut sollte frei von Creme-, Öl- und Deoresten sein.
Beim Waxing trägst du das Wachs in Haarwuchsrichtung auf, ziehst es aber entgegen der Haarwuchsrichtung ab.
Nach dem Waxing solltest du die Haut mit einer beruhigenden Creme pflegen und für 24 Stunden Sonne, Sauna und Sport meiden.
Was ist Waxing überhaupt?
Waxing ist eine effektive Methode zur Haarentfernung mit Wachs, anhand derer du störende Körperhärchen samt Haarwurzeln aus der Haut ziehen kannst. Das klingt schmerzhaft und das kann es anfänglich auch sein – mit der richtigen Ausführung nimmt das Ziepen aber von Behandlung zu Behandlung ab.
Auch Hautirritationen kannst du verhindern, indem du deine Haut optimal auf das Waxing vorbereitest. Wie das geht, erfährst du weiter unten im Text.
Die gängigsten Waxing-Methoden arbeiten mit Kaltwachs oder Warmwachs, meist auf Bienenwachsbasis. Die Vliesstreifen mit Kaltwachs sind eher für kleine Partien wie Gesicht (Augenbrauen, Oberlippe), Achseln oder Bikinizone geeignet.
Mit dem Warmwachs kannst du größere Bereiche wie etwa die Beine besser enthaaren. Das Warmwachs musst du vorher erwärmen, anschließend mit einem Spatel auftragen und dann mithilfe von einem Stoff- oder Vliesstreifen abziehen.
Waxing ist übrigens nicht zu verwechseln mit Sugaring, bei dem die Haare mit einer Zuckerpaste entfernt werden. Das Sugaring ziept weniger, ist aber meist auch weniger gründlich.
Das sind die Vorteile von Waxing
Wochenlang glatte Haut: Da die Härchen beim Waxing mit samt der Haarwurzel entfernt werden, muss der Körper die gesamte Haarstruktur neu bilden. Das kann bis zu vier Wochen dauern. Da sich aber nie alle Haare im gleichen Wachstumszyklus befinden, wachsen einige eher, andere später nach: Deshalb geht man grob von zwei bis vier Wochen glatter Haut aus.
Weiches Nachwachsen: Da die Härchen beim Waxing, im Gegensatz zum Rasieren, nicht an ihrer dicksten Stelle abgeschnitten werden, wachsen sie auch nicht dick und damit stoppelig nach. Im Gegenteil: Da sie mit der natürlichen Haarspitze aus der Haut wachsen, fühlen sich die nachwachsenden Härchen ganz weich an.
Weniger nachwachsende Härchen: Jedes Herausreißen der Härchen an der Wurzel kann ihre Haarfollikel schwächen – sie können sich nicht mehr komplett erholen. Werden sie immer wieder in ihrer aktiven Wachstumsphase unterbrochen, hat das zur Folge, dass die Haare mit der Zeit dünner und heller nachwachsen – bis sie irgendwann gar nicht mehr nachwachsen.
Gründlich: Selbst sehr feine Härchen, die beim Sugaring aus der Zuckerpaste herausrutschen oder beim Rasieren nicht erfasst werden, kannst du mit dem Enthaarungswachs erwischen. Das Ergebnis nach dem Waxing ist eine zarte, super glatte Haut.
Kostengünstig: Waxing selber machen spart Geld: Eine Session alle vier Wochen genügt. Alles was du dazu brauchst sind ein DIY-Kit für Warmwachs oder eine Packung Kaltwachsstreifen. Das ständige Nachkaufen von Rasierklingen & Co entfällt.
Die richtige Waxing-Vorbereitung
Möchtest du Waxing selber machen, ist die richtige Vorbereitung essentiell. Denn damit kannst du eingewachsene Härchen verhindern, Schmerzen vorbeugen und für ein seidig weiches Waxing-Ergebnis sorgen:
Haarlänge checken: Der richtige Zeitpunkt für deine Waxing-Session ist dann, wenn deine Haare etwa 0,5 bis 1 Zentimeter lang sind. Sind sie kürzer, kann das Wachs sie nicht optimal greifen. Sind die Härchen länger, kann es ziepen. Die perfekte Länge erreichst du meist zehn bis 14 Tage nach der letzten Rasur.
Peeling machen: Etwa ein bis zwei Tage vor dem Waxing, solltest du deiner Haut ein Peeling gönnen. Dabei werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt, so dass das Wachs besser an die Haarfollikel gelangen kann. Gerade an den Beinen ist das Peeling super wichtig.
Poren öffnen: Mit warmem Wasser kannst du vor dem Waxing die Poren der Haut öffnen, so dass die Haarfollikel leichter herausrutschen. Am einfachsten ist es zu duschen – möchtest du nur kleine Hautareale wachsen, kannst du für wenige Minuten warme Kompressen (z.B. Waschlappen) auflegen.
Fettfrei bleiben: Damit das Wachs die Härchen gut greifen kann, solltest du am Waxing-Tag kein Duschöl verwenden, und dich an den zu enthaarenden Stellen auch nicht eincremen- oder ölen.
Nicht reizen: Vor dem Enthaaren der Achseln ist das Auftragen eines alkoholhaltigen Deos tabu, es könnte die haut unnötig reizen. Genauso bitte auf alkoholhaltige Bodylotions verzichten.
Wachs aussuchen: Für Anfänger*innen ist Kaltwachs ein guter Einstieg. Denn hier musst du kein Wachs anwärmen oder vorbereiten – nur die Kaltwachsstreifen auftragen. Es ist ideal für kleinere Partien – Warmwachs eignet sich für größere Hautareale. Auch die Anwendung von Warmwachs ist mittlerweile unkompliziert.
Expert Tip
Du bist sehr schmerzempfindlich? Dann verlege deine Waxing-Behandlung in die erste Zyklushälfte. In der zweiten Zyklushälfte ist bei vielen das Schmerzempfinden erhöht.
Step-by-Step: Waxing selber machen
Für deine Waxing-Session musst du nicht in den Salon gehen – du kannst die lästigen Härchen auch selbst an der Wurzel packen.
Folgende Dinge benötigst du für dein Waxing mit Warmwachs:
Warmwachs
Holzspatel
Vlies- oder reißfeste Papierstreifen
Spezielle Reinigungstücher oder Babyöl
Beruhigende Pflege
Schritt 1: Wachs vorbereiten
Nachdem du deine zu enthaarenden Partien nach obiger Anleitung vorbereitet hast und deine Haut frei von Creme-, Öl- und Deo-Rückständen ist, kannst du das Wachs nach Packungsbeilage erwärmen.
Meist sind es Wachsperlen, die du in der Mikrowelle, in einem Topf, oder in einem speziellen Wachs-Erwärmer weich werden lässt, bis das Wachs eine sirupartige Konsistenz hat.
Lass das Wachs aber nicht zu heiß werden und teste die Temperatur vorher an einer kleinen Hautstelle. Noch einfacher geht das Waxing mit Warmwachs übrigens mit einem Wachsroller, bei dem du nur die Wachs-Patrone erwärmen und dann in den Roller stecken musst.
Schritt 2: Auftragen
Nun kannst du das warme Wachs auftragen, indem du es mit einem Spatel dünn in Haarwuchsrichtung auf die Haut streichst.
Schritt 3: Abziehen
Drücke einen Papier- oder Vliesstreifen fest auf dein Wachs und warte etwas 30 Sekunden, bis das Wachs um die Härchen etwas abgekühlt ist. Fixiere die Haut mit einer Hand und ziehe mit der anderen den Streifen mit einer schnellen, flachen Bewegung entgegen der Haarwuchsrichtung flach von der Haut ab.
So verfährst du, bis aller gewünschten Bereiche haarfrei sind.
Genauso gehst du übrigens auch mit Kaltwachsstreifen vor. Das Waxing schmerzt zu sehr? Dann kurz mit der flachen Hand auf die schmerzenden, enthaarten Areale drücken.
Wachsreste kannst du mit speziellen, beiliegenden Reinigungstüchern oder mit Babyöl entfernen.
Schritt 4: Die Haut beruhigen
Nach dem Waxing kann deine Haut für kurze Zeit empfindlicher sein. Um die gereizte Haut zu pflegen und Hautirritationen zu vermeiden, kannst du eine Creme mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Aloe Vera oder Panthenol auftragen.
Verzichte für die nächsten 24 Stunden auf alkoholhaltige oder hautreizende Pflegeprodukte. Auch Sonne, Sauna und schweißtreibende Workouts solltest du in dieser Zeit meiden.
Expert Tip
Peele deine enthaarte Haut wöchentlich, damit kannst du eingewachsene Haare verhindern.
Deine Waxing-Must-Haves
FAQ Waxing selber machen

Über die Autorin
Anne Wüstmann, freie Beauty-Redakteurin
Die freie Autorin schreibt seit Jahren für renommierte Lifestyle-Magazine. Sie widmet sich dabei leidenschaftlich den Themen Beauty, Ernährung, Gesundheit und Sport. Zu ihren persönlichen Beauty-Favoriten zählen ein guter Highlighter, frischer Selleriesaft und Pilates.














