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Kosmetik

Phospholipide

Phospholipide sind natürliche Fette (Lipide), die auch in unserer Hautbarriere vorkommen. In Hautpflegeprodukten bringen sie einen pflegenden und regenerierenden Effekt. Darüber hinaus bilden Phospholipide inzwischen auch die Basis einer neuen und modernen Art von kosmetischen Formulierungen.

Fachgeprüfte Informationen:
dank der Biochemikerin
Dr. S. Schunter aus München.

Faktenübersicht Phospholipide:

  • Inhaltsstofflisten-Name (INCI): Phospholipids, Lecithin, Hydrogenated Lecithin
  • Wirkung: hautpflegend, barrierestabilisierend, regenerierend
  • Anwendungsempfehlung: Cremes und Lotionen
  • Hauttypen: für alle Hauttypen geeignet, besonders für trockene Haut

Phospholipide – die Grundlagen

Wie der Name bereits andeutet, gehören Phospholipide zur Gruppe der Lipide (Fette). Die Besonderheit von Phospholipiden ist, dass sie einen fettlöslichen und einen wasserlöslichen Teil haben. Die meisten anderen Fette sind ausschließlich fettlöslich. Phospholipide bestehen aber aus einem fettliebenden Schwanz (durch Fettsäuren gebildet) und einem wasserliebenden Kopf.

Durch diesen Aufbau aus fett- und wasserlöslichem Teil können Phospholipide Wasser- und Fettphase miteinander in Lösung bringen – eine Eigenschaft, die man von den sogenannten Emulgatoren kennt. Emulgatoren sorgen in Cremes beispielsweise dafür, dass aus dem Gemisch fettiger und wässriger Inhaltsstoffe eine samtige Emulsion wird, die wird uns gerne auf die Haut auftragen. Phospholipide sind also natürliche, beziehungsweise physiologische Emulgatoren.

Wirkung von Phospholipiden auf die Haut:

  • Regenerierend
  • Barrierestabilisierend
  • Pflegend
  • Glättend

Als hauteigener Bestandteil liegt der Einsatz von Phospholipiden in Hautpflegeprodukten auf der Hand: sie sind gut verträglich, stabilisieren Zellbestandteile und wirken insgesamt regenerierend. Besonders Hautzustände, die eher trocken und lipidarm sind, profitieren von einer Pflege mit den hauteigenen Phospholipiden. Denn sie unterstützen die Barrierefunktion und bewahren die Haut somit vor dem übermäßigen Austreten von Feuchtigkeit beziehungsweise dem Eintritt von Reizstoffen und Bakterien. Langfristig erscheint die Haut dadurch gepflegt und gut hydriert.

Hautpflege mit Phospholipiden

Neben ihrer Pflegewirkung bringen Phospholipide weitere Eigenschaften mit, die sie zum einem interessanten Inhaltsstoff in Creme und Co. machen. So helfen sie, andere Stoffe in die Haut zu transportieren – etwa verschiedene Vitamine, Feuchtigkeitsspender, Fette oder Antioxidantien. Denn manche Inhaltsstoffe sind zu sperrig, um tiefer in die Haut gelangen zu können oder lösen sich oftmals schlecht in Cremes oder Lotionen.

Was also machen Phospholipide? Sie bilden unter passenden Bedingungen eine Art Lipidtröpfen (Liposomen). Der zu transportierende Inhaltsstoff wird in die Liposomen eingeschlossen und kann so besser in die Haut eindringen – teilweise deutlich tiefer, als es ohne Liposom möglich wäre. Zu guter Letzt: Da das Liposom aus vielen pflegenden Phospholipiden besteht, fungiert es auch selbst wiederum als Pflegestoff.

Hautpflege auf Basis von DMS-Cremes: Eine neue Art von kosmetischer Formulierung

DMS-Cremes oder auch Derma-Membran-Struktur-Cremes sind sogenannte Multilayer-Cremes, die insgesamt eine sehr starke Ähnlichkeit zu dem Aufbau unserer Hautlipide zeigen. DMS-Cremes imitieren den Aufbau der Haut im Bereich der Hornschicht (Stratum corneum) und sollen so die Hautbarriere unterstützen.

Konventionelle Cremes sind Emulsionen bei denen Emulgatoren zwischen der Fett- und Wasserphase vermitteln. Im Gegensatz dazu kommen DMS-Cremes ohne klassische Emulgatoren aus, denn sie setzen auf Phospholipide, genauer gesagt Phosphatitylcholine, als natürlich vorkommende Emulgatoren. Die Herstellung von DMS-Cremes ist technisch deutlich aufwändiger und zudem kostenintensiver als die von klassischen Emulsionen. Daher sind DMS-Cremes aktuell noch nicht so weit verbreitet.

FAQ Phospholipide

Phosphatidylcholin statt „Fett weg Spritze“?

Phosphatidylcholin (PC) ist ein spezieller Vertreter der Phospholipide, der nicht nur Einsatz auf der Haut findet, sondern im Kontext der Dermatologie und ästhetischen Medizin auch sprichwörtlich unter die Haut geht. Denn PC ist Bestandteil der Injektionslipolyse, umgangssprachlich auch „Fett weg Spritze“ genannt. Mittels Injektionslipolyse lassen sich bei normalgewichtigen Menschen kleinere, aber hartnäckige Fettdepots in ca. 70-80 % der Fälle gut behandeln (z. B. Doppelkinn, Cellulite, Reiterhosen oder Fettdepots an Bauch oder Hüften). Das Auftragen einer Phosphatidylcholin-haltigen Creme wird hier jedoch keinen vergleichbaren Erfolg zeigen. Dafür ist die Konzentration deutlich zu niedrig.

Woran erkennt man, ob ein Pflegeprodukt Phospholipide enthält?

Nicht immer werden Phospholipide auf der Inhaltsstoffliste unter dem INCI „Phospholipids“ geführt. Oftmals liest man stattdessen auch Lecithin oder Hydrogenated Lecithin. Lecithin stammt aus pflanzlichen (Soja) oder tierischen Quellen (Eigelb) und ist ein Gemisch aus verschiedenen Lipiden, darunter auch Phospholipiden. Bei hydriertem Lecithin (hydrogenated Lecithin) handelt es sich um eine speziell aufgearbeitete Version von Lecithin, bei dem die Fettsäuren der enthaltenen Phospholipide keine Doppelbindungen mehr enthalten und als gesättigte Fettsäuren vorliegen.

Sind Emulgatoren schädlich für die Haut?

Vor allem die Naturkosmetik verzichtet bewusst auf den Einsatz konventioneller Emulgatoren. Diese sind in Verruf geraten, weil sie die Hautbarriere destabilisieren und Fette aus der Haut lösen sollen. Dies ist nun mal die Eigenschaft von Emulgatoren: Wasser und Fett in Lösung bringen, das kann also theoretisch auch auf und in der Haut stattfinden. Dennoch sind Pflegeprodukte heute im Allgemeinen so formuliert, dass dieser Effekt nicht in hautschädigendem Maße auftritt. Wer jedoch sicher gehen möchte, greift zu Pflegeprodukten, welche hautverwandte Phospholipide oder Lecithin als Emulgatoren nutzen.

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Cremes mit Phospholipiden

In einer Creme fungieren Phospholipide als natürliche Emulgatoren und wertvolle Pflegestoffe.

Cremes mit Phospholipiden

In einer Creme fungieren Phospholipide als natürliche Emulgatoren und wertvolle Pflegestoffe.

Über die Autorin Dr. Sarah Schunter:

Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Dr. Sarah Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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Literaturangaben

1. Tomoka Fushimi et al., Development of phospholipid nanoparticles encapsulating 3-O-cetyl ascorbic acid and tocopherol acetate (TA-Cassome) for improving their skin accumulation. Int J Pharm. 2018 Sep 5;548(1):192-205.

2. Zeljka Vanić et al., (Phospho)lipid-based Nanosystems for Skin Administration. Curr Pharm Des. 2015;21(29):4174-92.

3. Zora Palac et al., Elastic liposomes-in-vehicle formulations destined for skin therapy: the synergy between type of liposomes and vehicle. Drug Dev Ind Pharm. 2015;41(8):1247-53.