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Duftpyramide: So ist Parfum aufgebaut

Kopfnote, Herznote, Basisnote

Es beginnt mit einem frischen Hauch und nach ein paar Minuten bemerkst du, wie der Duft wärmer und weicher wird. Nach einigen Stunden hat er an Schwere gewonnen und duftet gänzlich anders als am Anfang. Warum das so ist? Weil Parfums traditionell in drei Stufen aufgebaut sind, der Duftpyramide. Wofür die Stufen stehen, erfährst du hier.

Was ist eine Duftpyramide?

Die Duftpyramide beschreibt den Aufbau eines klassischen Parfums in Form einer dreistufigen Pyramide. Damit das Parfum seinen Zauber nach und nach entfaltet, kombinieren Parfümeure die einzelnen Komponenten so, dass sie stufenweise wahrnehmbar sind. Sie verwenden Duftstoffe, die unterschiedlich lang duften – und sich so nach und nach ergänzen. Dafür stehen die drei Phasen der Duftpyramide.

1. Phase – die Kopfnote: Du sprühst dein Parfum auf. Das, was du jetzt wahrnimmst, ist die Kopfnote des Duftes. Sie hält in etwa zehn Minuten. Als flüchtigste Note steht sie an der Spitze der Pyramide.

2. Phase – die Herznote: Nach den ersten zehn Minuten fängt die zweite Phase an. In ihr nimmst du die Herznote wahr, die dich die nächsten zwei bis vier Stunden begleitet. Sie liegt zwischen den zwei anderen Noten und nimmt daher die mittlere Stufe der Duftpyramide ein.

3. Phase – die Basisnote: Anschließend beginnt die dritte Phase. Nun kommt die Basisnote hervor. Sie hält am längsten – mehrere Tage kannst du sie an dir oder deinen Kleidungsstücken wahrnehmen. Die letzte und dauerhafteste Note entspricht der untersten Stufe der Pyramide. 

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Was ist eine Kopfnote?

Sie ist das Erste, das du von einem Parfum wahrnimmst: die Kopfnote. Sie eröffnet das Parfum und vermittelt dir den ersten Eindruck. In der Regel dominieren frische und würzige Duftkomponenten die Kopfnote, die aber recht flüchtig sind. Schon nach zehn Minuten nimmst du sie kaum noch wahr und die nächste Phase deines Parfums entfaltet sich.

So duftet die Kopfnote

Grün, zitrisch, aquatisch: in der Kopfnote findest du überwiegend leichte Duftstoffe. Dazu gehören Zitrusfrüchte wie Mandarine, Zitrone und Bergamotte, aber auch andere Früchte wie Pfirsich oder Ananas. Zarte Blütendüfte von Lavendel oder Orangenblüten kommen ebenfalls in der Kopfnote vor. Dazu gesellen sich würzige Komponenten, beispielsweise Kräuter und grüner Tee. Pfeffer und Ingwer geben der ersten Duftphase einen gewissen Schwung.

Parfums und ihre Kopfnoten

Damen-, Herren- und Unisexdüfte riechen deutlich unterschiedlich. Das liegt aber nicht daran, dass einzelne Duftkomponenten zum Beispiel ausschließlich in Herrenparfums verwendet werden, sondern an ihrer Kombination. Besonders in der Kopfnote findest du ähnliche Kompositionen.

Zum Beispiel nimmst du den unverkennbaren Duft der Bergamotte in Aqua Allegoria Granada Salvia von Guerlain, CK One von Calvin Klein und Boss Bottled von Hugo Boss wahr. Jedes für sich ist ein typischer Damen-, Unisex- und Herrenparfum. Dennoch überschneiden sich ihre Kopfnoten. Ein weiteres Beispiel: Das maskuline Bleu de Chanel, das süße Black Opium von Yves Saint Laurent und der weiche Unisexduft Fleur de Peau von Diptyque haben allesamt rosa Pfeffer in ihrer Kopfnote. 

Was ist eine Herznote?

Während die Kopfnote abklingt, tritt die Herznote in den Vordergrund. Sie bestimmt den eigentlichen Charakter des Duftes und verleiht ihm Raum. Nach ihr bestimmst du auch die Duftfamilie, also ob ein Duft etwa zu den blumigen oder fruchtigen Parfums zählt. Die Herznote hält mit zwei bis vier Stunden um einiges länger als die Kopfnote und verbindet Kopf- und Basisnote olfaktorisch.

So duftet die Herznote

Voll, anschmiegsam, rund: In der zweiten Duftphase kommen wärmere Aromen mit ins Spiel. Sie sind haltbarer als die frischen Töne der Kopfnote und geben dem Parfum Substanz. So sind blumige Akkorde von Rosen, Flieder und Jasmin Bestandteil der Herznote – auch in Herrendüften. Pelargonie, Freesie, Tuberose, Orchidee, und Ylang-Ylang entfalten sich ebenfalls erst jetzt. Für einen eher pudrigen Duft sorgen Veilchen, Iris und Mimose. Dazu kommen fruchtige, krautige und würzige Duftstoffe wie Ingwer, Zimt oder Kardamom.

Parfums und ihre Herznoten

Das Aroma des Sambac Jasmins ist überwältigend und zu Recht eine beliebte Herznote. Und das sowohl bei Damen- und Unisexdüften als auch – wenn auch weniger häufig – bei Herrendüften. Du findest es zum Beispiel im Damenparfum Libre von Yves Saint Laurent, im Unisexduft Rouge Malachite von Armani Privé und im Herrenparfum Colonia Pura von Acqua di Parma. Magst du es weniger blumig, dafür etwas würziger, probierst du einen Duft mit Kardamom-Herznote aus. Die findest du beispielsweise Dolce & Gabbanas The One for Men, den frischen Damenduft Versense von Versace oder das Unisexparfum Juniper Sling von Penhaligon’s London. 

Was ist eine Basisnote?

Nimmt der Duft der Herznote ab, erscheint die Basisnote. Sie bildet das Fundament deines Parfums und stabilisiert die Duftkomposition. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, dass Düfte an unterschiedlichen Menschen auch verschieden riechen. Das liegt daran, dass sich die Basisnote sowohl aus einzelnen Aromen, aber auch aus dem pH-Wert deiner eigenen Haut und deinem Hormonhaushalt entwickelt. Deswegen kann dir ein Parfum an einer Freundin oder einem Freund sehr gut gefallen, an dir selbst aber gar nicht. Die Basisnote hält mit bis zu mehreren Tagen am längsten.

So duftet die Basisnote

Einnehmend, verführerisch, tiefgründig: Die Basisnote duftet unaufgeregt und erdend. Dafür nutzen Parfümeure sowohl harzige als auch holzige Duftkomponenten, wie Labdanum, Vanille, Iriswurzel, Sandelholz, Zeder, Weihrauch und Zypresse. Diese wirken darüber hinaus als Fixateure. Das heißt, sie selbst sind schwer und verfliegen nur sehr langsam. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass flüchtigere Düfte länger auf der Haut bleiben. Besonders in orientalischen Parfums beliebt sind Patschuli, Ambra und Moschus. Daneben können auch gourmandige Basisnoten gewählt werden, wie Tonkabohne, Nüsse, Kakao, Honig oder Karamell. Bei ihnen kommen noch geruchslose Fixateure hinzu, da sie selbst keine Düfte fixieren können.

Parfums und ihre Basisnoten

Obgleich die Basisnote allesamt mit ihrer Tiefe und Schwere punkten, gehen sie olfaktorisch weit auseinander. Von würzig bis hin zu lieblich gibt es viele verschiedene Basisnoten. Besonders süß und umgarnend ist der Duft der Vanille. Ihn findest du beispielsweise im Damenduft Hypnotic Poison von Dior, im Herrenduft Noir Extreme von Tom Ford und im exzentrischen Unisexduft Accento von Xerjoff. Balsamischer ist dagegen ein Duft mit Zedernholz-Basisnote. Das Damenparfum Chloé der gleichnamigen Marke, das ikonische Herrenparfum Le Male von Jean Paul Gaultier und der Unisexduft Mémoire d’une Odeur von Gucci sind Vertreter dieser Basisnote. 

Die wichtigsten Fragen zur Duftpyramide

Wie funktioniert Parfum?

Düfte funktionieren mittels einer Duftpyramide, bei der sich verschiedene Noten über einen gewissen Zeitraum hinweg nach und nach entfalten. 

Was bedeutet Kopfnote – Herznote – Basisnote?

Die drei verschiedenen Noten, Kopf-, Herz- und Basisnote, stehen für die verschiedenen Aromen, die sich in den drei Duftphasen nacheinander entfalten. 

Welche Duftnote rieche ich wann?

Beim Aufsprühen riechst du die Kopfnote am stärksten, nach etwa zehn Minuten folgt schon die Herznote. Nach etwa zwei bis vier Stunden nimmst du die Basisnote deutlich wahr. 

Können typische Basisnoten auch Herznoten sein?

Ja, das geht. Basisnoten sind unterschiedlich schwer und können auch schon in der Herznote anklingen, zum Beispiel Sandelholz. Das geht besonders gut, wenn sie schwächer konzentriert sind als in der Basisnote. Auch schwerere Kopfnoten wie Pfeffer können in die Herznote rutschen, wenn sie stärker konzentriert sind. 

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