
Haare vor der Sonne schützen – die 3 besten Tipps
Sonnenschutz für Gesicht und Körper ist wichtig – das ist mittlerweile allen klar. Beim UV-Schutz werden die Haare und die Kopfhaut hingegen oft vernachlässigt, obwohl sie genauso Schaden nehmen können. Wir zeigen dir, wie deine Haare auch nach dem Sommerurlaub geschmeidig und glänzend aussehen und wie du unangenehmen Sonnenbrand auf deiner Kopfhaut verhinderst.
Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit Friseur und Hairstylist Björn Hartung aus Düsseldorf.
Inhalte im Überblick
Kurz und knapp: Haare vor der Sonne schützen
- UV-Strahlung schadet nicht nur deiner Kopfhaut, sondern auch deinen Haaren.
- Für den optimalen Sonnenschutz solltest du bei Aktivitäten im Freien Hüte oder Caps tragen.
- Alternativ schützen Sonnenschutzsprays für das Haar oder für den Scheitel die Kopfhaut und lassen das Haar nicht fettig aussehen.
- In vielen Leave-in-Conditionern ist außerdem bereits ein UV-Schutz integriert.
Warum ist Sonnenschutz für Haare und Kopfhaut wichtig?
Die Kopfhaut kann genauso wie die Haut im Gesicht und am Körper verbrennen und auch Hautkrebs entwickeln. Zwar wird sie zum Großteil vor deinen Haaren bedeckt, aber besonders, wenn du einen Scheitel trägst, kann längere Zeit in der Sonne zu schmerzhaften Rötungen und Reizungen führen. Deshalb solltest du den UV-Schutz deiner Kopfhaut nicht vernachlässigen.
Auch deine Haarstruktur kann von sichtbarem Licht und UV-Strahlung beschädigt werden. Sie zerstören die Haarproteine und reduzieren den Lipidgehalt im Haar. Das sorgt dafür, dass die Strähnen trocken und brüchig werden – im schlimmsten Fall entsteht dann Spliss.
Helle Haarfarben wie blondes Haar sind übrigens besonders lichtempfindlich, denn dunkles Haar hat einen höheren Melaningehalt, der als natürlicher Lichtschutz funktioniert.
So kannst du deine Haare und Kopfhaut vor der Sonne schützen
Zwar weist du jetzt, warum deine Haare und Kopfhaut keine Sonnenanbeter sein sollten, aber was kannst du im Urlaub oder in der Freizeit gegen Schäden tun? Wir geben dir ein paar praktische Tipps.
1. Trage Kopfbedeckungen
Am einfachsten ist es natürlich, sich im Schatten aufzuhalten, aber das ist nicht immer machbar, wenn du zum Beispiel Schwimmen gehst oder andere Outdoorsportarten betreibst. Dann solltest du auf einen Hut oder eine Cap setzen. Hier gilt: Je mehr Fläche durch den Schirm abgedeckt wird, desto besser.
2. Verwende Sonnenschutzspray
Möchtest du schwimmen gehen oder ist ein Hut aus anderen Gründen unpraktisch, solltest du besonders auf deinem Scheitel einen Sonnenschutz verwenden. Da Sonnencreme zum einen schwer aufzutragen ist und zum anderen deine Haare schnell fettig aussehen lässt, kannst du auch zu einem Sonnenschutzspray greifen. Das kannst du präzise auf deinen Ansatz sprühen, ohne dabei viel von deinem restlichen Haar zu erwischen.
3. Nutze UV-Schutz für deine Haare
Mittlerweile enthalten viele Haarpflegeprodukte direkt schon einen UV-Schutz, daher gestaltet sich deine Haarpflege im Sommer denkbar einfach. Bist du im Urlaub oder unterwegs kannst du daher oft einfach einen Leave-in-Conditioner verwenden, der mehrere Benefits gleichzeitig hat. Er macht deine Haare nicht nur weich und gut kämmbar, reduziert Frizz und spendet Glanz, sondern schützt eben ebenfalls vor UV-Strahlung. Möchtest du gerne ein spezielles Produkt verwenden, kannst du allerdings auch zu einem extra Sonnenschutzspray für die Haare greifen.
Weitere Haarpflegetipps für den Strandurlaub
Feuchte deine Haare vor dem Schwimmen an: Wenn du deine Haare vor dem Schwimmen mit Leitungswasser nass machst, kann dein Haar nicht so viel von dem schädlichen Chlor- oder Salzwasser aufnehmen, da es bereits das Leitungswasser aufgenommen hat.
Trage deine Haare beim Schwimmen nicht offen: Im nassen Zustand sind die Haare besonders empfindlich und verknoten schnell. Das kannst du verhindern, indem du deine Haare im Pool oder Meer nicht offen trägst. Binde sie am besten zu einem hohen Dutt zusammen, denn salzhaltiges oder chlorhaltiges Wasser können deine Haare auch austrocknen oder sogar die Haarfarbe verändern. Daher sollten deine Haare am besten so wenig wie möglich mit Wasser in Kontakt kommen.
Schütze deine Haare mit einem Haaröl: Planst du, länger schwimmen zu gehen oder zu tauchen, kannst du ein Haaröl, welches zum Beispiel Kokosnussöl enthält, auf deine Haare auftragen. Es bildet einen schützenden Film und verhindert, dass deine Haare Chemikalien und Mineralien vom Chlor- oder Salzwasser aufnehmen. Besonders Kokosöl hat natürliche UV-filternde Eigenschaften und kann helfen, die Haare vor Austrocknung zu schützen.
Wasche deine Haare so schnell wie möglich: Selbst wenn du deine Haare bestmöglich schützt, ist es am besten, sie so schnell wie möglich nach dem Schwimmen zu waschen, um Rückstände zu entfernen. Dabei helfen dir sogenannte Chelatbildner in Shampoos wie Tetrasodium EDTA, Disodium EDTA oder Ascorbic Acid. Sie sorgen dafür, dass Metalle und Mineralien aus dem Wasser von deinem Haar entfernt werden und sind häufig in Detox- oder Tiefenreinigungs-Shampoos enthalten. Danach kannst du eine reichhaltige Maske und einen Conditioner verwenden.
Pflege deine Kopfhaut: Durch Wasser, Sonne und Co. wird deine Kopfhaut besonders strapaziert. Deshalb solltest du sie mit Kopfseren, -peelings oder -masken ein- bis zweimal in der Woche verwöhnen. Oder du gibst etwas Aloe vera Gel auf deine Kopfhaut und deine Haare, um sie zu beruhigen und Feuchtigkeit zu spenden.

Unser Haircare Experte
Björn Hartung, Friseur und Stylist
Björn bringt über 25 Jahre Erfahrung in Cut, Color und Care mit. In seinem Düsseldorfer Salon „Stresemann“ stylt, färbt und schneidet er seit mehr als 17 Jahren. Er schenkt seinen Kund*innen nicht nur neue Looks, sondern auch ein neues Lebensgefühl. Haircare ist seine Leidenschaft: Was einst als klassisches Handwerk begann, wurde zu einer Berufung, die weit über Schere und Föhn hinausgeht. Neben seinem Beruf unterstützt er Menschen als Breathwork-Experte dabei, ihre innere Balance zu finden.
















