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Nahaufnahme eines jungen Frauengesichts mit hellblauen Augen, Sommersprossen und glänzenden Lippen, die ihre Wange auf ihre Hand stützt.

Gesichtspflege für Teenager

Fettige T-Zone, Mitesser, Pickel – während der Pubertät verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch die Haut. Die richtige Hautpflege für Teenager kann dabei helfen, das Hautbild zu verbessern und Unreinheiten vorzubeugen. Doch welche Gesichtsreinigung für Teenager ist sinnvoll? Und worauf sollten Jugendliche bei Gesichtscreme und Gesichtspflege achten?

Informationen geprüft und erstellt in Kooperation mit der Biochemikerin Dr. Sarah Schunter aus München.

Kurz & knapp: Gesichtspflege für Teenager

  • Besonderheiten: hormonbedingte Überproduktion von Talg, verstopfte Poren, erste Pickel

  • Pflegefokus: reinigen, regulieren, beruhigen, Entzündungen lindern

  • Wichtige Schritte: milde Reinigung, leichte Pflegecreme, punktuelle Anti-Pickel-Produkte

  • Geeignete Inhaltsstoffe: Zink, Salicylsäure, Niacinamid, Bisabolol, Tonerde

  • Nicht geeignet: aggressive Peelings oder Reinigungsprodukte, stark parfümierte Hautpflege, alkoholhaltige Toner

Was passiert mit der Haut in der Pubertät?

In der Pubertät verändert sich der Hormonhaushalt – ein Prozess, der sich auch auf die Haut auswirken kann. Der Körper produziert verstärkt Sexualhormone wie Testosteron, das bei Jungen in größeren Mengen, aber auch bei Mädchen vermehrt ausgeschüttet wird. Dieses hormonelle Ungleichgewicht beeinflusst die Aktivität der Talgdrüsen, die nun mehr Hautfett (Talg, Sebum) produzieren.

Die Folge: Die Haut wird oft fettiger, Poren verstopfen leichter und es kommt vermehrt zu Mitessern, Pickeln oder entzündlichen Unreinheiten – besonders im Bereich der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn). Bei manchen Jugendlichen ist dieser Effekt stark ausgeprägt, bei anderen hingegen bleibt die Haut weitgehend stabil. Nicht alle Teenager sind gleichermaßen betroffen, da auch genetische Veranlagung, Hauttyp und Lebensstil eine Rolle spielen.

Zudem zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern:

  • Bei Jungen kann die erhöhte Talgproduktion oft zu einer stärkeren Ausprägung von Teenager-Akne führen.

  • Mädchen haben häufiger zyklusbedingte Schwankungen, die punktuell zu Hautunreinheiten führen können – etwa vor der Menstruation.

Unreine Haut, Pickel & Teenager-Akne: Ursachen & Unterschiede

Nicht jeder Pickel bedeutet gleich „Akne“. Dennoch ist es wichtig, zwischen temporären Hautunreinheiten, fettiger Haut und jugendlicher Akne (Acne vulgaris) zu unterscheiden:

  • Unreine Haut bei Teenagern: vereinzelte Pickel oder Mitesser, meist hormonell bedingt, oft im Bereich Stirn, Nase, Kinn (T-Zone)

  • Teenager-Akne: stärker entzündliche Formen mit Papeln, Pusteln oder Knoten, eventuell auch am Rücken oder Dekolleté

Wichtig

Eine dermatologische Abklärung ist sinnvoll, wenn die Haut stark entzündet ist oder sich nicht durch eine geeignete Pflegeroutine verbessert.

 

Hautpflege für Teenager: Die wichtigsten Grundlagen und Wirkstoffe

Eine geeignete Teenager-Hautpflege braucht keine aufwändige 10-Schritte-Routine – im Gegenteil: Weniger ist mehr. Entscheidend ist, gezielt wirksame Produkte zu wählen, die auf die Bedürfnisse junger Haut abgestimmt sind, und diese konsequent und regelmäßig anzuwenden.

Die wichtigsten Basics bei der Pflege einer Teenager-Haut:

  • Reinigung: Morgens und abends, um überschüssigen Talg, Schweiß und Bakterien zu entfernen – idealerweise mit einem milden, seifenfreien Gel oder Schaum.

  • Pflegecreme: Auch unreine oder fettige Haut braucht Pflege – insbesondere Feuchtigkeit und leichte Lipide. Eine leichte, nicht-komedogene Creme versorgt die Haut, ohne sie zu beschweren.

  • Sonnenschutz: Tagsüber ein Muss – UV-Strahlung fördert nicht nur die Hautalterung, sondern kann auch Pickelmale und Entzündungen verschlimmern.

  • Spezialpflege: Spottreatments mit Salicylsäure, Tonerde oder Zink können punktuell gegen akute Entzündungen und Pickel helfen. Chemische Peelings mit Salicylsäure oder Mandelsäure sind ebenfalls sinnvoll, um die Talgproduktion zu balancieren. Pimple Patches können zudem das Abheilen von Pickeln beschleunigen.

  • Wichtig: Auf aggressive Produkte wie alkoholhaltige Toner, austrocknende Waschgels oder grobkörnige Peelings sollte verzichtet werden – sie reizen die Haut unnötig, schwächen die Hautbarriere und können Entzündungen verschlimmern.

Empfehlenswerte Wirkstoffe bei Teenager-Haut

  • Zink: Zink wirkt talgregulierend, entzündungshemmend, antibakteriell und wundheilungsfördernd.

  • Salicylsäure (BHA): Salicylsäure löst Verhornungen, wirkt entzündungshemmend und wirkt in den Poren.

  • Niacinamid: Niacinamid reduziert Rötungen, reguliert die Talgproduktion und stärkt die Hautbarriere.

  • Bisabolol: Bisabolol wirkt beruhigend, lindert Rötungen und beugt Pigmentflecken vor.

  • Tonerde: Tonerde klärt und absorbiert überschüssigen Talg.

Retinol bei Teenager-Haut: Sinnvoll oder zu viel?

Retinol gilt als Goldstandard in der Anti-Aging- und Aknepflege – doch bei Teenagerhaut ist Zurückhaltung gefragt. In der Regel ist die junge Haut nicht auf regenerierende Wirkstoffe wie Retinol angewiesen, da der Zellumsatz in jungen Jahren noch hoch ist und die Haut sich gut selbst regulieren kann.

In bestimmten Fällen – z. B. bei mittelschwerer bis schwerer Akne – kann Retinoid-haltige Pflege (meist in Form von medizinisch verordneten Produkten wie Tretinoin oder Adapalen) sinnvoll sein. Diese sollten jedoch immer ärztlich begleitet werden.

Fazit: Retinol ist kein Basiswirkstoff für Teenager. Wer keine ärztlich diagnostizierte Akne hat, sollte auf mildere und verträgliche Wirkstoffe setzen.

Expert-Tip

Lieber wenige, gut abgestimmte Produkte verwenden, die effektiv wirken – statt ständig neue Produkte auszuprobieren. So kann sich die Haut erholen und langfristig ins Gleichgewicht kommen.

Reinigungsprodukte für Teenager: mild, aber effektiv

Die passende Gesichtsreinigung für Teenager ist die Grundlage jeder Pflegeroutine – sie entfernt Schmutz, Talg und abgestorbene Hautzellen und bereitet die Haut optimal auf die nachfolgende Pflege vor. Gerade in jungen Jahren gilt: Sanft statt aggressiv reinigen.

Wichtig ist, dass das Reinigungsprodukt:

  • seifenfrei ist und den pH-Wert der Haut (ca. 5,5) respektiert

  • nicht austrocknet, aber gründlich reinigt – ideal sind milde Reinigungsgels oder -schäume

  • ohne reizende Alkoholarten (Alcohol denat.) oder aggressive Tenside auskommt

  • keine grobkörnigen Peelingkörper enthält, die Mikroverletzungen verursachen können

Eine übertriebene Reinigung – zu oft, zu aggressiv oder mit ungeeigneten Produkten – kann die Hautbarriere schwächen, Reizungen fördern und die Talgproduktion sogar anregen. Daher sollte die Reinigung einer Teenagerhaut gründlich, aber schonend sein – idealerweise ein Gleichgewicht aus Wirksamkeit und Hautfreundlichkeit.

Feuchtigkeitscremes für Teenager: Pflege, ohne zu überpflegen

Auch fettige Haut braucht Pflege – sonst produziert sie ausgleichend noch mehr Talg und Fett, aber nicht die wertvollen Lipide, die die Hautbarriere stärken. Eine passende Gesichtscreme für Teenager ist:

  • nicht komedogen – verstopft die Poren nicht

  • leicht formuliert – Gel oder Fluid statt reichhaltiger Creme

  • mattierend oder talgregulierend – um übermäßiges Glänzen der Haut einzufangen

Teenager-Haut: Tipps für einen klaren Teint

  • Hände aus dem Gesicht: weniger Bakterien, weniger Pickel

  • Make-up abends entfernen: egal wie spät es ist!

  • Nicht „herumdoktern“ an Pickeln – das führt oft zu Entzündungen, Narben oder hartnäckigen Pickelmalen

  • Handtuch & Kopfkissenbezug regelmäßig wechseln

  • Pimple Patches nutzen – lindert Schmerzen und verbessert die Abheilung

  • Sonnenschutz nicht vergessen – UV-Strahlung kann Pickelmale verstärken

Wann braucht Teenager-Haut professionelle Hilfe?

Wenn die Haut stark entzündet ist, sich trotz passender Pflege nicht bessert oder die Hautprobleme emotional belasten – etwa durch Aknenarben oder anhaltende Schmerzen – sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Eine frühzeitige dermatologische Abklärung kann helfen, langfristige Hautschäden zu vermeiden. Oft sind spezielle medizinische Produkte oder Behandlungen deutlich wirksamer als herkömmliche Pflege. Dabei wird die Therapie individuell auf den Hautzustand abgestimmt. Ziel ist es immer, die Haut zu stabilisieren und das persönliche Wohlbefinden zu stärken.

Eine Frau mit langen braunen Haaren, gekleidet in einen schwarzen Blazer und ein schwarzes Oberteil, lehnt an einer weißen Wand und blickt in die Kamera.

Über die Autorin

Dr. Sarah Schunter, Biochemikerin

„Wer versteht, wie kosmetische Inhaltsstoffe agieren, setzt den ersten Schritt für eine wirksame Hautpflege“, sagt Biochemikerin Dr. S. Schunter. Als promovierte Biochemikerin entwirrt sie mit Vorliebe die oftmals kryptischen Inhaltsstofflisten von Hautpflegeprodukten: was steckt drin und wie wirkt es. Sie ist überzeugt: Mit diesem Wissen kann für jeden Hauttyp und jeden Hautzustand die richtige Pflege ermittelt werden.

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