Im eigentlichen chemischen Sinn existieren keine natürlichen Silikone, da Silikone immer synthetisch auf Siliziumbasis hergestellt werden. Was jedoch gerne als „natürliche Alternative zu Silikonen“ bezeichnet wird, sind Wirkstoffe, die dem Haar ein ähnlich seidiges Finish verleihen, dabei aber aus pflanzlichen Ölen oder Zuckern gewonnen werden.
Zu den beliebtesten Inhaltsstoffen zählen reichhaltige Pflanzenöle und -buttern wie Kokosöl, Arganöl, Jojobaöl oder Sheabutter, die das Haar intensiv pflegen und ihm luxuriösen Glanz schenken. Ergänzt werden sie durch leichte Esteröle aus Zucker, Kokos- oder Rizinusöl, die weniger beschwerend wirken, sowie durch hydrolysierte Proteine aus Reis, Weizen oder Seide, die sich wie ein feiner Schutzfilm um jedes Haar legen. Auch innovative Verbindungen pflanzlichen Ursprungs, etwa Methosulfate aus Rapsöl, und moderne Biotech-Inhaltsstoffe wie Hemisqualan aus Zuckerrohr setzen neue Maßstäbe in der natürlichen Haarpflege.
Das führt zu geschmeidigem Haar, das frei von schwerem Build-up bleibt und sich mit milden Shampoos ganz einfach auswaschen lässt. Gleichzeitig überzeugen diese Inhaltsstoffe durch ihre Umweltfreundlichkeit und biologische Abbaubarkeit und versorgen das Haar zusätzlich mit wertvollen Nährstoffen wie Fettsäuren, Vitaminen und Antioxidantien.
Natürlich haben diese Alternativen auch Grenzen: Sie schützen weniger intensiv vor Hitze, die Glättung ist sanfter und die Wirkung etwas kürzer, weshalb eine regelmäßige Anwendung empfehlenswert ist. Bei feinem Haar kann zudem ein zu reichhaltiges Öl für ein beschwerendes Gefühl sorgen.
Kurz gesagt: Synthetische Silikone stehen für sofortige, hochwirksame Ergebnisse, jedoch mit dem Risiko von Ablagerungen. Natürliche Alternativen hingegen umhüllen das Haar mit sanfter Pflege, nachhaltiger Leichtigkeit und einem Gefühl von natürlicher Schönheit, auch wenn sie beim Hitzeschutz und Frizz-Control nicht ganz die Performance von Dimethiconen & Co. erreichen.