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Wenn die Haut am Babypopo entzündet ist

Windeldermatitis

Zeigt sich in den ersten Lebenswochen statt einem zarten Babypopo ein stark geröteter Hautausschlag im Windelbereich, machen sich viele Eltern verständlicherweise Sorgen. Hebamme Evi erklärt dir, was die Ursachen für dieses Hautproblem sein können, das auch Windeldermatitis genannt wird, wie du es erkennst und wie du ihm am besten vorbeugen kannst.

Kurz und knapp: Windeldermatitis

  • Fast jedes Baby ist mindestens einmal von einem wunden Po betroffen.
  • Wenn du bei ersten Anzeichen schnell reagierst, verschwindet das Problem rasch und problemlos. 
  • Bei einer Windeldermatitis ist die Haut im Windelbereich gerötet und empfindlich, dein Kind wird sich sichtlich unwohl fühlen.
  • Eine frühzeitige ärztliche Beratung oder Unterstützung durch deine Hebamme sind auf jeden Fall empfehlenswert.

Was ist Windeldermatitis?

Die Windeldermatitis ist eine recht häufig auftretende Hautreizung im Windelbereich von Babys und Kleinkindern und wird umgangssprachlich häufig einfach als „wunder Po“ bezeichnet. Oft entwickelt sich die gereizte Haut durch eine Kombination von Faktoren. Im Erscheinungsbild ist die Haut gerötet, mit teilweise leichter Schwellung.
Bläschenbildung, Pusteln oder auch nässende offene Stellen können im fortschreitenden Verlauf ebenfalls auftreten. Das Kind wird sich insgesamt unruhig zeigen und gerade beim Urinieren, bei Bewegung oder bei Reibung durch die Windel Schmerzen haben. Unbehandelt kann sich der Ausschlag bis zum Unterbauch und über die Oberschenkel ausbreiten.   

So erkennst du eine Windeldermatitis

Bei einer Windeldermatitis ist die Haut deines Babys im Po- und Genitalbereich stark gereizt. An der bereits geröteten Haut können sich im Verlauf zusätzlich Pickelchen und Bläschen bilden bis hin zu offenen, nässenden Stellen. Dein Baby wird Unwohlsein durch Unruhe und Schreien ausdrücken. Die Haut kann bei Berührung und Bewegung schmerzen, daher sollte man beim Reinigen achtsam und vorsichtig vorgehen. Der Ausschlag kann sich vom Windelbereich über die Genitalien bis zum Unterbauch und den Oberschenkeln ausbreiten.   

Auf diese Symptome solltest du achten:

  • Der Po deines Babys ist stark gerötet und sieht wund aus. 
  • Die Haut kann teilweise leicht geschwollen sein. 
  • Du wirst das Gefühl haben, dass der Windelbereich deinem Baby Schmerzen verursacht, sich unangenehm anfühlt oder sogar juckt. 
  • Dein Kind ist vermutlich insgesamt unruhig, schläft schlecht und wird Unwohlsein zeigen. 
  • Der Windelbereich riecht teilweise auffällig nach Ammoniak.

Was sind die Ursachen von Windeldermatitis?

Verschiedene Faktoren können das Entstehen einer Windeldermatitis begünstigen. Gerade bei Neugeborenen ist der natürliche Säureschutzmantel der Haut noch nicht vollständig ausgebildet. Als ganz natürlicher Prozess wird bei Kontakt mit Urin über Hautbakterien der Harnstoff zu Ammoniak aufgespalten. Dies verändert jedoch den pH-Wert im jeweiligen Bereich und kann auf Dauer die Haut reizen. In Kombination mit dem feucht-warmen Klima unter der Windel, bietet sich hier der optimale Nährboden für Bakterien und Pilze. Die zarte Babyhaut wird angegriffen und entwickelt einen rötlichen Ausschlag.

Eine allgemein sehr empfindliche Haut kann zudem recht schnell auf die Reibung der Windel oder unpassende Pflegeprodukte reagieren. Auch Unverträglichkeiten, Durchfall oder Stress (beispielsweise, wenn dein Baby Zähne bekommt) können einen Hautausschlag begünstigen.

Zusätzlich kann sich an der betroffenen Stelle ein Pilzbefall (Windelsoor) einstellen. Hier zeigen sich auf der bereits geröteten Haut kleine Pusteln und das Kind ist von ausgeprägtem Juckreiz geplagt. Daher solltest du stets auf eine gute Hygiene im Windelbereich achten und bei ersten Anzeichen von Hautproblemen schnell reagieren.

Das hilft, wenn dein Baby einen wunden Po hat

Wenn du bei ersten Anzeichen von einem wunden Po schnell reagierst, verschwindet das Problem in der Regel innerhalb von wenigen Tagen. Hier sind ein paar Ideen, wie du dein Baby in Rücksprache mit deiner Hebamme bei einer Windeldermatitis unterstützen kannst: 

  • Regelmäßig Luft an den Po lassen! Dein Baby am besten mehrmals am Tag „unten ohne“ oder nur mit einem Handtuch zugedeckt lassen.  
  • Besonders sanft vorgehen! Lass beim Reinigen Produkte mit reizenden Inhaltsstoffen wie Feuchttücher weg und geh besonders behutsam vor. Die gereizte Haut sollte auf keinen Fall unnötig gerieben werden. 
  • Richtig pflegen. Es gibt tolle Wundsalben mit pflanzlichen Zusätzen wie Ringelblume (Calendula) oder Zaubernuss (Hamamelis), aber auch ganz klassische Zinksalbe oder Heilwolle können gut helfen.  
  • Tee statt Wasser! Du kannst zum Reinigen Kamillentee oder Schwarztee nutzen und so die Haut unterstützen.  
  • Die Windelmarke wechseln. Manche Kinder reagieren auf bestimmte Inhaltsstoffe aus dem Saugkern von Windeln. Hier kann der Wechsel manchmal Wunder bewirken.   

Cremes für den Windelbereich

So kannst du einer Windeldermatitis vorbeugen

Das richtige und regelmäßige Wickeln ist das A und O bei der Vorbeugung von Windeldermatitis. Die Windel sollte in regelmäßigen Abständen sowohl am Tag als auch bei Bedarf in der Nacht gewechselt werden, sodass dein Baby nie länger in einer nassen Windel liegt. Damit vor allem keine Urinreste an der Haut sind, sollte der Windelbereich stets gründlich gereinigt werden. Im Anschluss immer die Hautfalten vollständig trocknen. Dazu kannst du entweder einfach abwarten und etwas Luft an die Haut lassen oder mit einem weichen Handtuch oder Kosmetiktüchern sanft trockentupfen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Windelgröße. Wenn die Windel zu eng ist oder nicht richtig angelegt wurde, kommt es verstärkt zu Reibung, was die Haut reizen kann.  

Unpassende Pflegeprodukte können die zarte Babyhaut ebenfalls strapazieren und sollten daher vermieden werden. Achte beim Kauf auf Produkte speziell für Neugeborene und lass dich im Zweifel ärztlich oder von deiner Hebamme beraten. Ergänzend kannst du immer mal frische Luft an den Babypopo lassen, indem du die Windel für eine Weile weglässt. 

So beugst du einer Windeldermatitis vor:

  • Regelmäßig und richtig wickeln. 
  • Die Hautfalten im Windelbereich nach der Reinigung gut trocknen. 
  • Die Windeln haben die richtige Größe und drücken nicht. 
  • Viel Luft an den Babypopo lassen. 
  • Unpassende Pflegeprodukte mit Duftstoffen möglichst vermeiden.   

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn der Ausschlag im Windelbereich nach einigen Tagen nicht besser wird, sich ausbreitet oder noch weitere Symptome wie Pusteln, weiße Bläschen oder Juckreiz dazukommen, solltest du dir mit deinem Kind auf jeden Fall ärztliche Unterstützung suchen. Eine unbehandelte Windeldermatitis kann für dein Baby sehr unangenehm sein. Die gereizte Haut kann Schmerzen verursachen oder brennen. Desto großflächiger der Ausschlag ist, desto langwieriger gestaltet sich die Behandlung. Daher lieber frühzeitig handeln und dir Hilfe holen.

Evis Hebammen-Tipp: Hebammentipp
Wenn sich am Po neben der Rötung noch Pusteln zeigen oder dein Kind stark unter Juckreiz leidet, kann es sich um einen Pilzbefall handeln. Bei Hautproblemen solltest du daher lieber frühzeitig ärztliche Unterstützung in Anspruch nehmen oder deine Hebamme fragen. Denn nur mit der korrekten Einschätzung kann das Problem auch richtig behandelt werden.

Bitte beachte: Die Inhalte dieses Artikels sollen dir allgemeine Informationen und Hintergrundwissen vermitteln und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Anregungen und Tipps ersetzen keine fachliche Beratung durch eine*n Ärzt*in oder Apotheker*in.

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Hebamme Evi Bodman

Über die Autorin

Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Baby sind ganz besondere Lebensabschnitte. „Fundiertes Wissen rund um Abläufe im eigenen Körper sowie die Entwicklung des Kindes ist essenziell für Frauen“, sagt Evi Bodman. Als Hebamme ist sie Expertin für diese spannenden Phasen und begleitet Familien mit Herz und Wissen. Sie vertritt die Meinung: „Verständnis für die Veränderungen im eigenen Körper ist wichtig, um die eigenen Bedürfnisse liebevoll anzunehmen.“ Ihre Ausbildung als Yogalehrerin hilft ihr bei diesem Ansatz. Ihr Wissen teilt Evi in zahlreichen Kursen und Workshops sowie in ihrem Podcast „JoyfulMama“.

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